Vinitaly 2026: Verona ist immer noch das Zentrum der Weinwelt
Mit soliden Zahlen, einer internationalen Vision und neuen Konsumtrends bekräftigt die 58. Ausgabe der Vinitaly ihre strategische Rolle. Und Falstaff Italia verwandelte seinen Stand in ein lebendiges Zentrum für Begegnungen, Beziehungen und jede Menge Partys.
Die 58. Ausgabe der Vinitaly ging gestern auf der »Veronafiere« mit einer soliden Bilanz zu Ende: 90.000 Besucher in vier Tagen, ein ausverkauftes Messegelände und 4.000 anwesende Unternehmen, von denen mehr als ein Viertel aus 135 Ländern stammten. Ein Ergebnis, das vor dem aktuellen Hintergrund ein ganz besonderes Gewicht erhält: Die italienischen Weinexporte in die USA sind in den ersten Monaten des Jahres 2026 aufgrund der Handelsspannungen um 34 Prozent eingebrochen und die gesamte Lieferkette blickt mit Realismus und auch Sorge in die Zukunft.
Doch Verona hielt stand. Im Gegenteil, die Zahl der Besucher:innen ist im Vergleich zur vergangenen Ausgabe gestiegen: über 1.000 ausgewählte Top-Einkäufer aus mehr als 70 Ländern. Was die Schwellenländer betrifft, so gehören Brasilien, Indien, China, Südkorea und Afrika zu den Gebieten mit dem größten Potenzial, mit einer großen und qualifizierten Präsenz von Käufer:innen aus der Ukraine – ein unerwartetes Signal von großer geopolitischer Bedeutung.
Inhaltlich verwandelte sich Verona in ein Labor der Ideen, mit mehr als 100 Veranstaltungen, darunter Verkostungen, Masterclasses und Konferenzen. Themen im Zusammenhang mit alkoholarmen oder -freien Weinen, die zunehmende Verflechtung mit der Welt der Spirituosen und ein wachsender erlebnisorientierter Ansatz, bei dem Wein mit Tourismus, Kultur und Unterhaltung in Dialog tritt, treten stark hervor.
Trotz eines komplexen internationalen Umfelds und rückläufiger Konsumzahlen hat die Vinitaly 2026 ihre Stärke unter Beweis gestellt. Nach einem verhaltenen Start verzeichneten Montag und Dienstag einen über den Erwartungen liegenden Besucherandrang, wobei die Stände bis in den Abend hinein belebt waren. Zusammenfassend lässt sich sagen: ein weiteres gelungenes Fest des italienischen Weins.
Othmar Kiem
Othmar Kiem
Falstaff Italia auf der Vinitaly: Stände, Interviews und besondere Aperitifs
Falstaff Italia erneuerte seine Präsenz auf der Vinitaly mit einem Stand, der sich nach seinem Debüt im Jahr 2025 als Ort für Begegnungen und Inhalte etabliert hat. Das Format ist klar und deutlich erkennbar: Auf der einen Seite eine redaktionelle Plattform, auf der anderen Seite eine konkrete Anlaufstelle für Unternehmen, an der neue Kooperationen entwickelt und Projekte aufgebaut werden.
Der Stand in Halle 10 (G1/H1/I1) erlebte vier Tage mit einer hohen Dichte an Treffen, Verkostungen und Gesprächen. Die Interviews mit den Produzent:innen rückten wieder in den Mittelpunkt, begleitet von den abendlichen Aperitifs, die schon bei der letzten Ausgabe das Publikum überzeugt hatten. Den Auftakt machte am Sonntag, 12. April 2026, die Generazione Next der sizilianischen Erzeuger:innen: Junge, identitätsstiftende Weine, Giveaways für die Besucher:innen und die Lust, ihre Geschichten zu erzählen.
Am Montag, 13. April, war Muratori Franciacorta an der Reihe: Die Bläschen aus der Lombardei standen mit Eleganz im Mittelpunkt und gipfelten in der spektakulären Eröffnung eines Mathusalems von Franciacorta Brut – sechs Liter Emotionen, die vor einem großen und fröhlichen Publikum ausgeschenkt wurden.
Zum Abschluss die Falstaff Big Bottle Party: Nur Großformate, angeboten von befreundeten Erzeuger:innen des Magazins. Ein großes Finale, im wahrsten Sinne des Wortes.