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Chef de Cave Clément Pirlot enthüllt die Flasche des Maison Pompadour

Chef de Cave Clément Pirlot enthüllt die Flasche des Maison Pompadour
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Vranken Pommery launcht neue Champagnermarke

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Madame Pompadour ist die Namenspatin für ein von Grund auf neu geschaffenes Champagnerhaus. Jetzt wurden im »KPM Hotel« in Berlin die neue Marke und ihre ersten beiden Cuvées vorgestellt.

Paul-François Vranken, Gründer und Mehrheitseigner der Vranken-Pommery Monopole Gruppe, war persönlich nach Berlin gekommen, um die neue Marke in Deutschland vorzustellen – auf dem für Pommery wichtigsten Exportmarkt. Mit sichtbarem Stolz erzählt er: Alles habe im Frühjahr 2003 begonnen, als er die Grundweine aus dem Clos Pompadour verkostet hatte. Dieser Weinberg erstreckt sich direkt hinter dem Kellereigebäude von Pommery in Reims über eine Fläche von25 Hektar. Hier wachsen auf dem typischen Kreideboden der Region 80 Prozent Chardonnay und etwas Pinot noir und Pinot Meunier.

Früher war der Ertrag dieses Weinbergs stets in einer der zahlreichen Cuvées des Hauses Pommery aufgegangen, doch die 2002er Weine waren so außergewöhnlich, dass Vranken den damaligen Kellermeister Thierry Gasco beauftragte, die Weine separat zu halten und in Magnumflaschen einer Flaschengärung zu unterziehen. Am 30. Januar 2003 wurde schließlich das Champagnerhaus namens Pompadour formell gegründet.

22 Jahre später präsentierten nun Paul-François Vranken und der heutige Chef de Cave Clément Pierlot die beiden ab sofort verfügbaren Cuvées: eine als Non Vintage deklarierte Réserve, die um die 50 Euro kosten soll und für die Grundweine aus sieben Jahrgänge verwendet werden. Und einen 2017er Jahrgangschampagner als blanc de blancs, der etwa in der Preisklasse von 150 Euro liegen wird.

Die Früchte der über 20-jährigen Aufbauarbeit sind in beiden Cuvées deutlich zu erkennen: Die Réserve hat einen archetypischen Champagnerduft und spielt am Gaumen auf so balancierte und so raffinierte Weise mit Frische und Reife, wie es der Jahrgangstiefe der verwendeten Grundweine entspricht. Der Blanc de Blancs Jahrgangschampagner wiederum zeigt sehr viel Terroir und macht glaubhaft, dass der Clos de Pompadour – der übrigens keine direkte Verbindung zur Mätresse Ludwig XV. besitzt – in den letzten Jahren rebbaulich mit hohem Aufwand und mit einem besonderen Blick auf das Bodenleben bewirtschaftet wurde.

»So einen Champagner kann man nur in einem großen Haus machen«, zieht Paul-François Vranken im Gespräch mit Falstaff ein abschließendes Fazit, man brauche die Infrastruktur eines großen Maison, und auch die nötigen finanziellen Mittel. Clément Pierlot, der Kellermeister, verweist auf die »Mikrodiversität« selbst in dem mit 25 Hektar nicht immens großen Clos, und auf die Ei-förmigen, 450-Liter fassenden (also kleinen) Gärgebinde aus gemahlenem und hernach gebranntem Stein. Diese Gefäße gestatteten die separate Vinifikation kleinster Lesepartien, sowie auch einen Ausbau, der – anders als es in Holz der Fall ist – die weineigenen Aromen nicht beeinflusse. Viele Bausteine wurden also zusammengetragen, um ein neues Haus zu erreichten – ein Champagnerhaus, von dem man ganz gewiss auch künftig noch viel hören wird.

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51100 Reims
Frankreich
Ulrich Sautter
Ulrich Sautter
Wein-Chefredakteur Deutschland
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