Zu Vino sag' ich «NINO»: Alkoholfreier (Schaum-)Wein zum Anstossen
Tannine, Mineralität und der charakteristische «Burn»: Die «NINO»-Gründer haben ein Jahr lang getüftelt, um die perfekte alkoholfreie Alternative zu Wein zu entwickeln. Das Ergebnis überzeugt selbst französische Sommeliers.
«Das muss besser gehen» denkt sich Max jedes Mal, wenn er alkoholfreien Wein oder Schaumwein probiert. Maximilian Näf studierte Lebensmittelwissenschaften an der ETH und braute nebenbei in einem Start-up Bier. Dieses wurde immer grösser und ist heute als «Matt & Elly Brewery & Kitchen» in Basel bekannt. Es war das erste Mal für den 30-Jährigen, dass er ein Produkt selbst kreieren und miterleben konnte, wie Menschen dieses geniessen. Das bereitete ihm enorme Freude.
Dann entdeckte er die sogenannten «Wine Proxies» aus den USA. Diese Getränke sehen aus wie Wein, fühlen sich so an und lassen sich auch entsprechend trinken. Inspiriert von dieser Idee wollte er ein eigenes Produkt für den Schweizer Markt entwickeln. Nach Monaten des Herumtüftelns später kontaktiert er seinen Kindheitsfreund Mudi (Mahmud El Saghir) und erzählt ihm von seiner Idee. Gemeinsam gründen sie die GmbH: «NINO» mit dem Ziel, alkoholfreie Produkte zu schaffen, die man genussvoll trinken und mit denen man stilvoll anstossen kann.
Auf der Suche nach einem Partner
Mit ersten Prototypes organisierten die beiden Unternehmer Verkostungen, um Feedback einzuholen. «Manche unserer ersten Kreationen waren wirklich nicht gut, aber es war wichtig für uns, das direkt von potenziellen Konsument:innen zu hören», erinnert sich Max. Nach dieser Optimierungsphase machten sich Max und Mudi auf die Suche nach einem geeigneten Produktionspartner.
«Es war sehr schwierig, einen Partner zu finden – wegen der Anforderungen.» Denn die «NINOs» sind pasteurisiert, enthalten Kohlensäure und müssen in hohe Weinflaschen abgefüllt werden. Nach fünf Monaten kam endlich eine Antwort: Rimuss hatte einen relativ neuen Geschäftsführer, der bereit war, loszulegen. «Er ist ein super Typ und die Vibes bei ihnen waren von Anfang an toll», schwärmt Max. Dank dieser Partnerschaft konnten Max und Mahmud ihre «NINO»-Drinks Mitte Januar bereits zum zweiten Mal erfolgreich abfüllen.
Mittlerweile gibt es zwei Sorten: «Lily» und «Ruby». Beide sind prickelnd und eignen sich optimal zum Anstossen und für «Aperöle». Sie harmonieren aber auch wunderbar zum Essen. Doch Max hat noch weitere Pläne: «Wir wollen unbedingt auch stille Produkte entwickeln.»
Vegan, glutenfrei und ohne Zucker
Die Basis der Getränke bilden Tees wie Grüntee und Verveinetee sowie Fruchtsäfte aus weisser Traube, Apfel und Birne. «Unsere Drinks enthalten viele Zutaten, aber jede davon hat ihre Daseinsberechtigung», erklärt Max. Tannine verleihen den Getränken mehr Körper und Fülle, Salz sorgt für Mineralität und ein Hauch Cayenne-Extrakt imitiert die «Burning Sensation» vom Alkohol. Zudem sind die Drinks vegan, glutenfrei, ohne zusätzlichen Zucker und frei von Aromastoffen.
Das Ziel der beiden visionären Köpfe ist, dass sich niemand erklären muss, wenn er oder sie auf Alkohol verzichtet. «Unsere Konsument:innen sollen Spass an unserem Getränk haben und die Momente des Zusammenseins und Anstossens genauso geniessen können wie andere.»
Erhältlich sind die zwei «NINOs» ab Anfang Februar bei Paul Ullrich. Online bestellen kann man sie hier. In Basel sind sie bereits in zahlreichen Restaurants im Angebot, darunter «Matt & Elly Brewery & Kitchen», «Nomad Eatery & Bar», «Concordia» und «Kuni & Gunde». Auch in Zürich sind die «NINOs» erhältlich: im «Nebu», bei «Vito Pizza» und im «Lily's».
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