Silvio Denz: Der Schweizer, der Bordeaux eroberte
Vor 20 Jahren betrat Silvio Denz die grosse Bühne von Bordeaux und hauchte drei kaum beachteten Châteaux neues Leben ein. Heute gehören die Châteaux Faugères, Péby Faugères und Cap de Faugères zu den spannendsten Adressen der Region. Denz feiert 20 Jahre Engagement am rechten Bordeaux-Ufer.
«Mein grosser Traum war, ein Bordeaux-Gut zu haben», erinnert sich Silvio Denz an die Anfänge seiner Bordeaux-Leidenschaft. 2005 wurde dieser Traum zur Realität, als der Schweizer Unternehmer die Châteaux Faugères, Péby Faugères und Cap de Faugères übernahm und eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten am rechten Ufer von Bordeaux schrieb.
Die Wahl fiel bewusst auf Saint-Émilion: «Saint-Émilion ist insofern interessant, weil nicht nur das Städtchen, sondern auch die ganze Gegend zum UNESCO-Welterbe gehört. Es ist eine sehr liebliche Gegend mit den Hügeln und der über 1000 Jahre alten Stadt», schwärmt Denz. Im Gegensatz zu den grossen 100-Hektar-Gütern des linken Ufers faszinierten ihn die vielen kleinen und mittleren Weingüter der Region.
Das Herzstück seiner Vision wurde 2009 mit der Eröffnung der Kathedralen-Kellerei von Château Faugères Realität – ein architektonisches Meisterwerk von Mario Botta, das Ästhetik mit höchster Funktionalität vereint. «Faugères liegt wie in einem Amphitheater, es ist ein runder Block, ein Hügel, der links und rechts abfällt», beschreibt Denz die einzigartige Lage seines Flaggschiffs.
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal entstand durch die Verbindung zur Kristallmanufaktur Lalique, die Denz 2008 übernahm. Seither zieren kunstvolle Lalique-Motive die Flaschen – eine harmonische Symbiose von Wein und Kristall, die sein tiefes Bekenntnis zu Raffinesse verkörpert.
Vom Underdog zum Grand Cru
Der Erfolg gab ihm recht: 2005 erhielt Château Péby Faugères als erstes nicht klassiertes Gut sensationelle 100 Parker-Punkte – «das war eine kleine Sensation, weil normalerweise gibt es 100 Punkte nur für klassierte Weine», so Denz. 2012 folgte die verdiente Aufnahme von Château Faugères und Péby Faugères in die renommierte Klassifizierung der Grands Crus Classés von Saint-Émilion.
Heute umfasst das Portfolio von Vignobles Silvio Denz drei unterschiedliche Interpretationen des grossen Terroirs: Château Faugères als elegante Assemblage, Château Péby Faugères als reinsortiger Merlot mit nur 16.000 Flaschen Jahresproduktion und Château Cap de Faugères als zugänglicher Wein aus den Castillon-Côtes de Bordeaux. «Im Prinzip hast du den idealen Wein für jede Gelegenheit», bringt es Denz auf den Punkt. Zudem erwarb der Unternehmer im Jahr 2014 Château Lafaurie-Peyraguey, ein Premier Grand Cru Classé in Sauternes, wo er das «Lalique Hotel & Restaurant» eröffnete – ein exklusives 5-Sterne-Relais & Châteaux, dessen Restaurant 2022 mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde.
Im Jahr 2025 hat Denz übrigens gleich doppelt Grund zum Feiern: Sein 20-jähriges Engagement in Bordeaux und ein Jahrhundert Weinbaugeschichte. Die erste Merlot-Parzelle von Château Faugères wurde 1925 gepflanzt – ein lebendiges Vermächtnis, das bis heute die präzise Arbeit des Weingutsteams inspiriert.
Die Weine von Vignobles Silvio Denz sind in der Schweiz exklusiv über Denz Weine erhältlich.