Georg Imlauer, Ines Wohlmuther-Maier, Simone May und Thomas Rappl.

© Philipp Wagner

Georg Imlauer, Ines Wohlmuther-Maier, Simone May und Thomas Rappl.

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Well-Being: Check-in neues Ich

Bio-Hotel und Medical-Spa: gut und schön – aber im »Imlauer Hotel Schloss Pichlarn« denkt man noch einen Schritt weiter und bietet auch ästhetische Chirurgie an. Warum das zukunftsweisend ist: Die vier Macher im Interview.

von Alexandra Gorsche
26. Januar 2022

Der Zukunft entgegen. Das 5-Sterne-Refugium ist nicht nur auf dem Weg zum klimaneutralen Bio-Hotel, sondern setzt nun auch auf ein Well-being- Konzept in Zusammenarbeit mit Mara Medical. Ästhetische Medizin und Schönheitschirurgie vervollständigen das umfassende Angebot des exklusiven Luxushotels. Mit Profi sprechen die Ideengeber Dr. Thomas Rappl und Dr. Simone May von Mara Medical mit Hoteldirektorin Ines Wohlmuther-Maier und Inhaber Georg Imlauer über den Mehrwert und die Vorzüge der Integrierung des Ästhetischen Instituts, welches eine Palette von minimalinvasiven bis hin zu chirurgischen Eingriffen anbietet.

Profi: Herr Imlauer, »Pichlarn« ist Ihr erster Hotelkauf im Bereich der Ferienhotellerie. Wie kam es dazu?
Imlauer:
Während der Lockdowns hatten wir Zeit, alles zu überdenken und gerade in solchen Zeiten kommen Ideen wie der Kauf einer Landwirtschaft und eines Schlosses. Wir haben in diesem Fall – dank Corona, muss man sagen – den Puls der Zeit getroffen. Mit dem Kauf von »Pichlarn« wurde uns ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht. Wir befinden uns aber erst am Beginn. Wir sind gerade auf dem Weg, ein klimaneutrales Bio-Hotel zu werden. Wir möchten durch unterschiedliche Maßnahmen energieautark werden: geplante Photovoltaik Anlage, geplante Einspeisung unserer eigenen Fernwärme in die Biowärme Irdning und unsere Quellen versorgen auch derzeit schon unser Resort mit bestem Gebirgsquellwasser. Wir arbeiten an unserer Eigenständigkeit. Wir haben bereits einen eigenen Hühnerstall mit 250 Hühnern, somit versorgen wir das Hotel mit unseren eigenen Bio-Eiern. Dazu kommen 30 Obstbäume, die wir gepflanzt haben. In unserem Schaffen achten wir darauf, dass wir einen so kleinen CO2-Fußabdruck wie nur möglich hinterlassen.

»Ästhetik verbunden mit Well-being ist ein Mehrwert in jeder Hinsicht.«
Dr. Thomas Rappl, Mara Medical Aesthetic Research Academy

Wie kam es zur Ihrer Zusammenarbeit?
Wohlmuther-Maier:
Es ist uns sehr wichtig, das Haus immer weiter zu entwickeln und in Richtung Zukunft zu bringen. Wir schauen, was sich unsere Gäste wünschen und dort setzen wir an. Regionalität, Natur – das sind Themen, die uns immer bewegen.
Rappl: Meine Wurzeln kommen aus dieser Gegend. Es war ein Traum von mir, in diesem Schloss einmal Fuß zu fassen. Es ist fantastisch, dass wir dieses Konzept an diesem außergewöhnlichen Standort umsetzen. Ästhetik verbunden mit Well-being ist ein Mehrwert in jeder Hinsicht.
May: Schon seit längerer Zeit schlummert in uns der Wunsch nach einem zweiten Standort. Die Idee zu einer Kooperation mit dem »Imlauer Hotel Schloss Pichlarn« kam bereits im ersten Lockdown. Durch die weiteren Lockdowns wurden die Bauarbeiten gebremst, daher folgte nun die Eröffnung erst im September 2021.

Well-being ist ein Schlagwort, das immer öfter fällt.
Imlauer:
Es gab in »Pichlarn« schon immer Ansätze von Well-being, Ayurveda und Gesundheitsfasten. Wir haben erkannt, dass wir diesen Bereich ausbauen müssen. Diese Ergänzung entspricht unserer Vision. Für unsere Gäste zählen Entschleunigung, Platz für sich zu haben und einmal nur für sich selber etwas Gutes zu tun. Und das in einer unglaublich schönen Gegend.
May: Regionalität und das Schaffen im Einklang mit der Naturwaren bereits gegeben. In diesem Zusammenhang fehlte nur noch ein medizinisches Konzept. Gerade nach ästhetischen Eingriffen oder Operationen können wir unseren Patienten neue Möglichkeiten bieten. Ein Mehrwert an Komfort im Sinne einer Privatsphäre, einem Rückzugsort, verbunden mit einer Auszeit.
Wohlmuther-Maier: Wir sind eine wahre Ruheoase. Mit 68 Hektar, davon 14 Hektar Wald, bieten wir eine unglaubliche Großzügigkeit, Freiraum und viel Privatsphäre. Genau in dieser Nische möchten wir uns noch einmal mehr einbetten. Wir befinden uns im Individualsegment, daher wussten wir sofort, dass wir eine gute Zusammenarbeit leben werden und es zu einer wahren Win-Win-Situation kommt.

»Der sogenannte Health Style ist der neue Life Style. Wir setzen auf Beauty-Konzepte in Form von Prävention und Regeneration.«
Dr. Simone May, Mara Medical Aesthetic Research Academy

Blick in die Zukunft: Die vier Macher im Talk mit Herausgeberin Alexandra Gorsche.
Blick in die Zukunft: Die vier Macher im Talk mit Herausgeberin Alexandra Gorsche.
© Philipp Wagner

Wer ist Ihre Zielgruppe?
Rappl:
Primär der Hotelgast, dem wir die exklusiven ästhetischen Behandlungen anbieten. Es ist der Hotelgast, der in einer Woche das Maximum an Ästhetik und Erholung herausholen möchte und dann erholt wie der Phönix aus der Asche wieder nach Hause kehrt und sich fühlt wie neugeboren.
May: Unser Ziel ist es darüber hinaus, Nicht-Hotelgäste, das Ennstaler und internationale Publikum, anzusprechen und ihnen zu ermöglichen, dieses einzigartige Ambiente zu genießen. Wir arbeiten daran, in Zukunft immer mehr Möglichkeiten und Packages anzubieten.
Wohlmuther-Maier: Unsere Zielgruppen befruchten sich. Wir heben unser Haus als Rückzugsort hervor, verbunden mit unterschiedlichen Aktivitäten wie Golf, Yoga, Gymnastik, Fitness und Spa. Dabei darf der Genuss nicht zu kurz kommen. Seit September haben wir einen neuen Küchenchef, der österreichische Klassiker mit einem mediterranen Einfluss neu interpretiert. Aber auch Tagungen finden bei uns statt, beispielsweise von Pharmakonzernen. Wir haben 110 Zimmer, es gilt das Haus immer zu füllen, daher ist das runde Portfolio umso wichtiger. Mit dieser Kooperation haben wir noch einmal mehr die Möglichkeit uns abzuheben.
Imlauer: An sich müssen wir festhalten, dass eine neue Generation des Reisens entstanden ist. Es ist eine Generation, die sehr bewusst ist, die auf den ökologischen Fußabdruck achtet. Das hat sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet. Auf diese neue Generation müssen wir uns tunlichst einstellen. Und hier sind wir genau am Puls der Zeit.
May: Der sogenannte Health Style ist Trend und ist der neue Life Style. Genau hier setzen wir an. Dieser kombiniert Schönheit, Gesundheit, aber auch gesunde Ernährung und Sport. Wir bieten unser gesamtes Portfolio der ästhetischen Medizin an. Das Wichtige ist, dass wir auf Beauty-Konzepte in Form von Prävention und Regeneration setzen.
Rappl: Genau in diesem Bereich möchten wir neue Wege beschreiten und zusammen mit dem »Imlauer Hotel Schloss Pichlarn« neue Konzepte erarbeiten.

»Mit dem Kauf von Pichlarn wurde uns ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglicht. Wir sind gerade auf dem Weg, ein klimaneutrales Bio-Hotel zu werden.«
Georg Imlauer, Inhaber

Herr Dr. Rappl – in Ihrem Institut – sowohl in Graz als auch in »Pichlarn« – herrscht Galerie-Feeling. Man erkennt, dass Kunst und Ästhetik für Sie zusammengehören.
Rappl:
Divine numbers, Golden ratio – das sind Konzepte, die schon bei Nofretete gültig waren und noch immer sind. Anhand der Kunst sieht bzw. weiß man, welche Proportionen der Ausdruck von Schönheit sind. Wir wollten keine Ordination für unsere Patienten erschaffen, es soll anders sein. Unser Klientel soll geflasht sein, man soll sofort erkennen, dass sich bei uns alles um Kunst und Ästhetik dreht. Es ist für uns ein wesentlicher Faktor, da es zeigt, wer wir sind und wofür wir stehen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Hotellerie?
Rappl:
Wir sehen in unserer Vision die Zukunft. Daher gehen wir davon aus, dass wir im »Imlauer Hotel Schoss Pichlarn« unser Konzept vergrößern, erweitern und weiterentwickeln werden. Nachahmer wird es geben, das ist auch gut so. Umso wichtiger ist es, dass man selbst nie stehenbleibt und sich permanent weiterentwickelt.
Imlauer: Gerade aufgrund der Krise haben wir gesehen, dass wir trotz allem eine unaufhaltsame Reiselust haben. Auch wenn es Reisebeschränkungen gibt – dann werden die europäischen Gäste die Nachfrage egalisieren. Wenn der europäische Markt in Summe funktioniert, dann sehe ich für die Hotellerie kein großes Problem in der Zukunft.

»Es ist uns sehr wichtig, das Haus immer weiter zu entwickeln und in Richtung Zukunft zu bringen. Wir schauen, was sich unsere Gäste wünschen und dort setzen wir an.«
Ines Wohhlmuther-Maier, Hoteldirektorin

Erschienen in

Falstaff Profi Magazin

Nr. 06/2021

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