Veggie-Kochlehre kommt nun fix. © Shutterstock
Vegan-vegetarische Kochlehre kommt 2025
Bereits ab Anfang 2025 startet in Österreich die Ausbildung zur »Fachkraft für vegetarische Kulinarik«.
von redaktion
04. Juli 2024
Der Widerstand seitens Branchen- und Arbeitnehmervertertern war anfangs groß: Der Vorstoß der »Grünen Wirtschaft« einer vegan-vegetarischen Kochlehre rief Kritiker an den Plan, die fürchten, dass die spezialisierte Ausbildung nicht mit der Lebensrealität in der Gastronomie vereinbar wäre – schließlich sind ernähren sich nur rund 11 Prozent der Österreich vegan/vegetariscxh. Doch die Initiatoren konnten sich konnte trotz Gegenwind mit ihrer Forderung durchsetzen. Ab 01.01.2025 startet die Ausbildung österreichweit und soll den Beruf nun auch all jenen Personen zugänglich machen, die aufgrund ihrer persönlichen Ernährungsweise eine Kochlehre zuvor als Ausbildungsweg ausgeschlossen haben.
»Wichtiger Schritt Richtung Nachhaltigkeit«
Interessenten können die Ausbildung zur »Fachkraft für vegetarische Kulinarik“ auch in Form einer Doppellehre mit der herkömmlichen Kochausbildung verbinden. Die Dauer der Lehre beträgt drei Jahre. Aktuell steht noch eine vierwöchige Begutachtungsfrist an.
»Mit der vegetarisch-veganen Kochlehre macht die Gastronomiebranche einen wichtigen Schritt Richtung Nachhaltigkeit!«, freut sich Joachim Ivany, Mitglied im Ausschuss des Fachverbands Gastronomie, über die Verordnung. Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft begrüßt das neue Lehrangebot und erwartet sich attraktive Lehrinhalte, die dem Anspruch moderner pflanzenbasierter Küche gerecht werden: »Die Expert:innengruppe, die bisher von der WKÖ zur Erarbeitung des Lehrbildes eingesetzt wurde, ist hochkarätig. Die Detailinhalte bis zum Start im Jänner sind aber noch nicht in Stein gemeißelt. Jetzt gilt es, weiterhin gut zusammenzuarbeiten. Pflanzliche und regionale Marillenknödel oder selbst hergestellte Mayonnaise sind eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Kochlehre – überbackener Emmentaler oder Käsespätzle sind ein alter Hut.«
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