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Das sind die Food Trends 2025
Wie werden wir in Zukunft essen? Die Food Trends 2025 geben Einblicke in eine Esskultur, die von Innovation, Nachhaltigkeit und neuen Wertvorstellungen geprägt ist. Von Plant-based und Cultured Meat über Zero Waste bis hin zu regenerativer Landwirtschaft – ein Überblick über die kommenden Highlights in der Gastronomie und Lebensmittelindustrie.
von Alexandra Gorsche
13. Dezember 2024
Unsere Essgewohnheiten stehen vor einer Revolution. Technologische Innovationen, Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Werte prägen die neuen Entwicklungen in der Gastronomie und Lebensmittelproduktion. Hanni Rützler, die seit Jahren als Pionierin die Entwicklung unserer Esskultur analysiert und prägt, unterstreicht mit ihrem Food Report 2025 erneut die Dynamik und Relevanz dieser Trends. Die Gründerin und Leiterin des futurefoodstudios ist eine der führenden Foodtrend-Forscher:innen Europas. Sie analysiert Food-Trends auf ihre Krisenresilienz hin und verfasste zahlreiche Bücher zum Thema Future Food.
1. Plant-based und Cultured Meat
Pflanzliche Alternativen entwickeln sich weiter. Verbesserte Technologien schaffen Produkte, die geschmacklich und texturmäßig näher am Original sind. Gleichzeitig tritt Cultured Meat auf den Plan Fleisch, das im Labor gezüchtet wird, jedoch noch mit hohen Produktionskosten und Energieaufwand kämpft. Beide Trends zeigen: Fleischkonsum wird neu definiert. Dazu weiterführend zeigen sich »Plant powered Proteins« (Pflanzliche Power auf dem Teller): Die neuen Stars sind Bohnen, Hülsenfrüchte und Gemüse.
2. Re-use Dood, Zero Waste und Circular Food
Nachhaltigkeit bleibt zentral. Von der kreativen Resteverwertung bis hin zur Nutzung von Lebensmittelabfällen als Ressourcen für neue Produkte – die gesamte Wertschöpfungskette wird umgestaltet. Zero-Waste-Initiativen und Circular-Food-Projekte zeigen, wie die Lebensmittelindustrie effizienter und ressourcenschonender werden kann. Siegfried Kröpf ist Gastronomie-Experte und nicht nur mit den Ernährungstrends Veganismus, Plant-based und Cultured Meat vertraut ist, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit den Themen Zero Waste und Low Waste.
3. Dynamic Change in der Gastronomie
Statt nur vertraut und traditionell zu sein, erzählt das Essen jetzt Geschichten, aufgegriffen bereits im Future Menus von Unilever Food -Solutions. Zudem verändert sich die Nachfrage rasant. Vegetarische und vegane Optionen, alkoholfreie Getränke und experimentelle -Zubereitungen gewinnen an Popularität. Gastronomiebetriebe müssen flexibel sein, um sich an den sich wandelnden Geschmack ihrer Gäste anzupassen und innovative Angebote zu schärfen. Der innovative Sternekoch Rasmus Munk vertritt diese Philosophie. Das Gericht »Food for Thought« serviert er in der Nachbildung eines menschlichen Kopfes. Vor dem Gast wird die Schädeldecke abgenommen. Er lässt also wortwörtlich den Gast (s)einen Verstand essen. Hintergrund: Er stößt damit an, darüber nachzudenken, wie wir mit Tieren umgehen. Aber auch Abfall ist ein zentrales Thema: Mit dem Gericht »Plastic Fantastic« serviert er Fisch in essbarem Plastik.
4. Pure Prioritäten
Ganz dem Trend »Local Abundance« entsprechend: Zurück zu den Wurzeln lokale Zutaten und enge Beziehungen zu regionalen Erzeuger:innen schaffen die Basis für innovative Gerichte. Ein Trend aus den Future Menus von Unilever Food Solutions. Einer, der sich schon früh mit brutal-regional auseinandersetzte, ist Josef Floh. In der Gastwirtschaft »Floh« bestimmt das Radius 66-Konzept die Karte: saisonal, regional und aus einem Umkreis von 66 Kilometern – mit wenigen Ausnahmen wie Zitrone und Schokolade.
5. Regenerative Food
Im Bild der weiterführende globale Trend »Feel good Food« aus den Future Menus von Unilever Food Solutions. Zurück zu den Wurzeln: lokale Zutaten und
enge Beziehungen zu regionalen Erzeuger:innen schaffen die Basis für innovative Gerichte. Der Sternekoch Norbert Niederkofler hat es sich mit seiner 2008 eingeführten Philosophie zur Aufgabe gemacht, Traditionen zu schützen, genauso aber die Natur nicht zu belasten. Es wird mit dem gekocht, was gerade wächst und wenn es nicht wächst, muss es vorher auf irgendeine Weise konserviert werden. Dieses Konzept legte er auch auf andere Regionen um, wie etwa in Venedig, Mailand und bald auch in Saudi-Arabien.
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