v.l. Simon Ziegler, Die BiowirtInnen, Alexandra Seyer-Gmeinbauer, Gaumen Hoch, Andreas Höritzauer, Demeter Österreich, Michaela Russmann-Matzner, Die BiowirtInnen, Andreas Achleitner, Enkeltaugliches Österreich, Barbara Riegler, BIO AUSTRIA, Reinhold Gmeinbauer, Gaumen Hoch.

v.l. Simon Ziegler, Die BiowirtInnen, Alexandra Seyer-Gmeinbauer (Gaumen Hoch), Andreas Höritzauer (Demeter Österreich), Michaela Russmann-Matzner, Die BiowirtInnen, Andreas Achleitner (Enkeltaugliches Österreich), Barbara Riegler (BIO AUSTRIA), Reinhold Gmeinbauer (Gaumen Hoch).

© ALBA Communications / Christopher Hanschitz

Biobranche fordert Herkunftskennzeichnung und verpflichtende Biozertifzierung für Gastronomie

Transparenz vom Feld bis auf den Teller. Bio-Organisationen fordern eine Herkunftskennzeichnung sowie eine verpflichtende Bio-Zertifizierung in der Gastronomie.

von redaktion
15. Mai 2025

Die österreichische Biobranche macht sich für eine verpflichtende Biozertifizierung stark: Während Bio-Produkte in Supermärkten klar gekennzeichnet und zertifiziert sind, bleibt in der Gastronomie vieles im Dunkeln. Wer als Gast ein »Bio-Schnitzel« auf der Speisekarte entdeckt, kann nur schwer überprüfen, ob tatsächlich biologische Zutaten verwendet wurden. Das soll sich ändern – wenn es nach Bio Austria, Demeter Österreich, Gaumen Hoch, Enkeltaugliches Österreich und den Biowirt:innen geht.

Die fünf Organisationen traten diese Woche in Wien mit einer gemeinsamen Forderung auf: eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung und Bio-Zertifizierung für die Gastronomie. Die Argumentation: Ohne gesetzlich geregelte Kontrolle fehle die Verlässlichkeit, und in weiterer Folge leide darunter sowohl Konsument:innen als auch die heimische Landwirtschaft. Anders als in der Gemeinschaftsverpflegung, wo seit Herbst 2023 eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung gilt, ist in der klassischen Gastronomie nach wie vor alles freiwillig. Wer »Bio« auf die Speisekarte schreibt, muss keine offizielle Zertifizierung vorweisen.

Simon Ziegler von den Biowirt:innen verweist auf internationale Vorbilder: »In Europa gibt es elf Staaten, die eine nationale Regelung haben. Und in der Schweiz gilt die Herkunftskennzeichnung bereits seit 20 Jahren mit dem Effekt, dass die Gastronomie mehr Geschäft hat. Wenn auch wir diesen mutigen Schritt machen, dann sind wir – auch für die touristische Zukunft – gut gerüstet«.

Die Forderung ist dabei nicht nur eine Qualitätsdebatte, sondern auch eine Frage der Fairness. Österreichs Biolandwirt:innen produzieren unter strengen Tierwohl- und Umweltauflagen. Ohne klaren Herkunftsnachweis geraten sie zunehmend in Konkurrenz zu billigeren Importen, deren Standards deutlich niedriger sind.

Barbara Riegler, Obfrau von Bio Austria: »Unsere Biobäuerinnen und Biobauern werden seit Jahrzehnten jährlich kontrolliert. Wir sind davon überzeugt, dass die österreichischen Wirt:innen das auch leisten können. Denn letztendlich geht es um Transparenz die Vertrauen und Sicherheit schafft.«

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