Mit konsequenter Qualitätsarbeit schafften es die Öl-Produzent:innen auf das Siegerpodest. © LK / Kristoferitsch

Mit konsequenter Qualitätsarbeit schafften es die Öl-Produzent:innen auf das Siegerpodest.

© LK / Kristoferitsch

Championat 2022/23: Die besten Kürbiskernöle des Landes stehen fest

Platz 1 der Champions-League der besten Kernöle sicherten sich Sandra und Martin Pronnegg aus Saggau, bei der Kür zur »Ölmühle des Jahres« hatte die Ölmühle Lorenz aus St. Martin/Sulmtal die Nase vorn. Stargast Max Stiegl führte beim Bewerb mit weiteren hiesigen Top-Köchen die Jury an.

von redaktion
22. Oktober 2022

Einzigartig »steirisch« dunkelgrün, nach Nüssen duftend und intensiv im Geschmack – so erobert das Steirische Kürbiskernöl als kulinarisches Aushängeschild der Steiermark seit Langem die (inter-)nationale Küche. Grund genug, dem wertvollen Öl einen jährlichen Bewerb zu widmen: Das Kürbiskernöl-Championat. Auch in diesem Jahr überzeugten Produzent:innen mit konsequenter Qualitätsarbeit, allen voran die Erstplatzierten Sandra und Matin Pronnegg aus Saggau. Sie sagen: »Wir haben heuer schon so viel geschafft, aber mit diesem großen Sieg haben wir wirklich nicht gerechnet.« Und im zweiten Atemzug betonen die beiden: »Wir freuen uns riesig. Der Sieg zeigt uns, dass wir sehr viel richtiggemacht haben. Und für unsere Kund:innen bedeutet dies, dass wir sie mit exzellenten Kürbiskernöl versorgen.«

Platz 2 ging an Dorothea und Alois Rebene aus Mettersdrof/Saßbach, Platz 3 belegten Johann (sen.) und Kilian, sein Enkel, Gruber aus Thal – damit sind gute Startbedingungen für den jungen angehenden Hofübernehmer gelegt. Die drei Produzent:innen stachen dabei aus den Top-20-Ölen des Landes heraus, welche von der 60-köpfigen Expertenjury  in der Landesberufsschule Bad Gleichenberg für Kulinarik und Tourismus verkostet wurden. Veranstalter waren die Landwirtschaftskammer und die Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl.

Starjuror Max Stiegl mit seinem Sohn Luis (Mitte) und Alexandra Gorsche (Herausgeberin Falstaff PROFI) sowie Heimo Jessenko (Geschäftsführer Falstaff PROFI). © LK / Kristoferitsch
Starjuror Max Stiegl mit seinem Sohn Luis (Mitte) und Alexandra Gorsche (Herausgeberin Falstaff PROFI, r.) sowie Heimo Jessenko (Geschäftsführer Falstaff PROFI, l.).
Foto beigestellt

Jury aus hochkarätigen Persönlichkeiten

Stargast und Juror beim Kürbiskernöl-Championat 2022/23 war der »Koch des Jahres 2021« Max Stiegl. Er führte eine Jury mit mehr als 30 heimischen Spitzenköchen an, darunter waren auch Martin Sieberer (»Trofaner Royal«, Ischgl) und Johann Papst (»Restaurant Steirerhof«). Als Kriterien bei der Verkostung entschieden Farbe, Viskosität, Geruch und Geschmack über den Sieg. So muss Kürbiskernöl die typische Zweifarbigkeit aufweisen, also dunkelgrün und leicht rotbraun schimmernd sein. Hinsichtlich der Viskosität muss bestes Öl dickflüssig vom Löffel auf den Teller fließen. Der Geruch muss frisch sein und einen typisch nussigen Ton sowie idealerweise auch Nuancen von Schokotönen und Brotrinde dabeihaben. Im Mund muss der Geschmack von Kürbiskernöl frisch sein und den Gaumen mit einem nussigen Geschmack nuanciert mit Schokotönen und Brotrinde umspülen.

Platz 1 für die Ölmühle Lorenz. © LK / Kristoferitsch
Platz 1 für die Ölmühle Lorenz.
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Leistungen der heimischen Ölmühlen

Zum zweiten Mal wurde beim Kürbiskernöl-Championat auch die »Ölmühle des Jahres« vor den Vorhang geholt, um die besonderen Leistungen der heimischen Ölmühlen ins Rampenlicht zu stellen. Sieger:in bei diesem Bewerb wurde, wer als Lohnpresser:in im Zuge der Landesprämierung die meisten eingereichten und prämierten Kübiskernöle sowie die meisten Kernöle mit der Höchstpunkteanzahl vorweisen konnte. Platz eins ging an die Ölmühle Lorenz in St. Martin im Sulmtal, Platz zwei erreichte die Ölmühle Agrarunion Südost in Grabersdorf und den dritten Platz sicherte sich die Ölmühle Kaufmann in Kalsdorf. Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl, schwärmt von der exzellenten Kürbiskernölqualität und weiß: »Obwohl die Kürbisse heuer eher klein waren, enttäuschten die Kernerträge nicht.« Einen Wermutstropfen gibt es für die Kernöl-Liebhaber:innen, so Labugger: »Durch die enormen Kostensteigerungen in der Produktion, bei der Verpackung und beim Transport wird es zu moderaten Preissteigerungen kommen.«

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