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Kunstfreunde im X Muse-Finale: Adrienne Tschaudi (Kleinod am Ring), Isabella Lombardo (Ludvig) und Georgios Papanidis (Lamée Rooftop) mit Wodka-Gründer (2. v. re.) Vadim Grigoryan.

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Yayoi Kusama bis Gerhard Richter: »X Muse« suchte Cocktails zur Kunst

Mit dem ersten Cocktail-Wettbewerb unterstrich die schottische Wodka-Marke »X Muse« ihre Wurzeln in der Kunstszene. Unter neun flüssigen Kunstwerken wurden die drei Österreicher für das Europa-Finale im »Jupiter Artland« Edinburgh gefunden.

von Roland Graf
02. Mai 2025

Die imposante Bar im »Anantara Palais Hansen« am Ring wurde in allen Möglichkeiten genutzt. Ganze Displays – vom nachgebauten »Infinity Mirrored Room« Yayoi Kusamas bis zu einem mongolischen Mini-Dorf – begleiteten die Cocktailpräsentationen rund um »X Muse«. Die junge schottische Marke wurde von Robert Wilson und Vadim Grigoryan gegründet und nützt den Whisky-Rohstoff Gerste für ihren Wodka. Der Firmensitz im SkulpturenPark »Jupiter Artland« sowie die Muse als Namensgeber unterstreichen die Nähe der Wodka-Macher zur Kunst-Szene. Daher mussten natürlich auch die Cocktails für den »Art of Bartending«-Wettbewerb ein Kunstwerk interpretieren.

Mongolisches Dorf en miniature: Nora Fritz Hermann (Miss Saigon) präsentiert ihre Drink-Installation. © Roland Graf

Ein »unscharfer« Martini-Twist

Den Cocktail-Bewerb gibt es seit drei Jahren, Österreich war dabei erstmals mit einem regionalen Finale vertreten. Alexandra Bisanz hatte es perfekt in der Hotel-Bar »Theo’s Lounge« organisiert. Bestens versorgt von Arvid Polivkas Team gaben die neun Teilnehmer unter den Augen von Vadim Grigoryan nicht nur ihr Bestes, sondern auch Crash-Kurse in Kunstgeschichte. So lernten die Zuschauer bei Nora Fritz Hermann (»Miss Saigon«, Wien) etwa den mongolischen Künstler Batbayar Chogsom kennen. Georgios Papanidis von der »Lamée Rooftop« wiederum ließ sich vom griechischen Cartoonisten Arkas inspirieren.

Der »Wodka Martini« als Cocktail, der dem Wodka am meisten Raum gibt, stand dabei bei vielen Rezepturen Pate – so schon beim Auftakt, den »Truth&Dare«-Bartender Michael »Forsti« Forstenlehner machte. Er ließ sich von den Unschärfen im Werk Gerhard Richters zu seinem »Out of Focus« anregen. Anish Kapoor als weiterer Kunst-Superstar hatte dann bei Petrus Hallberg seinen Auftritt. Der Bartender des Grandhotels Straubinger in Bad Gastein durchbrach die reine Wiener Kandidaten-Riege: Mit Marillen-Brand und Tonkabohnen-Sirup mixte er das flüssige »Cloud Gate«.

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Zum Bar-Jubiläum nach Schottland

Für das Finale im Juni wird Kunst auch den Rahmen geben. Für Österreich starten im »Jupiter Artland« in Edinburgh Georgios Papanidis und die Barfrauen Adrienne Tschaudi (»Kleinod am Ring«) mit ihrer Kusama-Hommage sowie Isabella Lombardo. Sie verwandelte »Pluralatent« von Lucio Fontana in einen Cocktail mit weißer Schokolade. Für die Head Bartenderin des »Ludvig« war es zugleich ein kleines Geschenk zum fünfjährigen Jubiläum der Bar des Hotels Beethoven, das tags darauf gefeiert wurde.

Für das Austro-Trio geht es um den Hauptpreis, eine Einladung zur Kunstmesse »Art Basel« mit allen Schikanen. Doch davor wartet noch das Finale mit den französischen, englischen und schottischen Wodka-Kreationen. Und vermutlich neuen »Musen« dahinter.

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