Aus für vegane Burger? »Swing Kitchen« Holding-Gesellschaft leitet Sanierungsverfahren ein
Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen hat sich die Unternehmensgruppe dazu entschlossen, für einen Teil ihrer österreichischen Gesellschaften ein strukturiertes Sanierungsverfahren einzuleiten.
Die Schillinger Vegan Holding, Muttergesellschaft der veganen Burger-Kette »Swing Kitchen«, hat diese Woche Insolvenz beantragt. Die Bekanntgabe dieser Maßnahme folgte einen Tag nachdem die Filiale im Wiener Bezirk Landstraße ebenfalls Insolvenz angemeldet hatte. Im Rahmen einer folgenden strategischen Neuausrichtung wurde bereits im Mai diesen Jahres ein überarbeitetes Menü in allen Filialen eingeführt, parallel dazu wurden interne Abläufe implementiert. »Wir gehen voran, um die Zukunft der Gastronomie weiterhin mitzugestalten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen ebenso eine langfristige Perspektive wie unsere Gäste. Wir denken voraus und handeln aktiv«, so Albrecht Eltz, Geschäftsführer der »Swing Kitchen«-Gruppe in der Medienmitteilung.
Laut einer offiziellen Aussendung belaufen sich die Verbindlichkeiten der Holding auf rund 4,3 Millionen Euro, jene der Filiale in Wien-Mitte auf rund 1,9 Millionen Euro. In beiden Verfahren ist eine Sanierung ohne Eigenverwaltung geplant und in den kommenden Wochen wird überprüft, ob die Sanierungsabsichten eingehalten werden können.
So soll es weiter gehen
»Swing Kitchen« setzt in der Phase der Restrukturierung auf schlankere Unternehmensstrukturen, echte Produktinnovationen und eine optimierte Kundenerfahrung. Von der Insolvenz der Schillinger Vegan Holding sind rund 40 Gläubiger betroffen. Die Holding beschäftigt derzeit 13 Mitarbeiter:innen.
Laut Eintrag im Firmenbuch (Wirtschafts-Compass) hält die Schillinger Vegan Holding sämtliche Anteile an der »Swing Kitchen« Österreich. Diese ist wiederum alleinige Eigentümerin der jeweiligen Filialgesellschaften – darunter auch die Swing Kitchen 019 Wien Mitte GmbH, bei der 19 Beschäftigte angestellt sind. Wie es mit der veganen Burger-Kette weitergeht, wird sich wohl erst in Zukunft zeigen.