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»CHEF:IN« Watch List 2026: So weiblich ist die deutsche Spitzengastronomie

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Gastronomie
Neuheiten

Die neue »CHEF:IN« Watch List zeigt erstmals nicht nur Küchenchefinnen, sondern auch Sommelières, Barkeeperinnen und Gastgeberinnen, die die Branche aufmischen. Mit insgesamt 72 Frauen wird eines deutlich: Die Zukunft der Gastronomie ist weiblich.

Wer denkt, dass Spitzenküche noch immer eine Männerdomäne ist, täuscht sich gewaltig. Die Plattform CHEF:IN zeigt, dass Deutschlands Gastronomie längst weiblich geprägt ist – und das nicht nur hinter den Kochtöpfen. Gegründet von Foodjournalistin und Kommunikationsberaterin Denise Snieguolė Wachter, startete CHEF:IN 2025 mit 18 Küchenchefinnen. Ein Jahr später sind es bereits fünf spezialisierte Watch Lists mit insgesamt 72 Frauen, die in Küche, Service, Bar und internationaler Szene Maßstäbe setzen.

»Die deutsche Spitzengastronomie wird weiblicher – und das nicht nur in der Küche«, sagt Wachter im Falstaff Interview. »Diese Frauen stehen für Exzellenz, Innovationskraft und Leidenschaft – und sie verdienen endlich die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht.«

In der Küche

Die Küchenchefinnen führen den Wandel an. Sie beweisen, dass Kreativität, Präzision und Mut keine Frage des Geschlechts sind. Unter ihnen finden sich etablierte Sterneköchinnen wie Julia Anna Leitner (»Coda«, Berlin), Cornelia Fischer (»Überfahrt«, Tegernsee) und Rosina Ostler (»Alois«, München), TV-bekannte Gesichter wie Alina Meissner-Bebrout (»bibraud« und »Edda«, Ulm) und Zora Klipp (»Weidenkantine« und »Blattgold«, Hamburg), aber auch aufstrebende Talente wie Marita Rempel (»Restaurant GUI«, Bielefeld) und Clara Hunger (»nullkommaeins«, Hamburg). Ergänzt werden sie von Alexandra Strödel, Ash Lee (»Chungking«, Berlin), Cäcilia Baldszus (»Bar Basta«, Berlin), Diana Burkel (»Würzhaus«, Nürnberg), Hannah Cooper Borchardt (»Feed the Pony«, Berlin), Julia Komp (»Sahila«, Köln), Lisa Angermann (»FRIEDA«, Leipzig), Nathalie Leblond (»Les Deux«, München), Nina Meyer (»Bio Berghotel Ifenblick«, Balderschwang), Pratek Reen (»Madam Chutney«, München), Sandra Hofer (»Oma & Enkel«, Wirsberg), Sarah Hallmann (»Hallmann & Klee«, Berlin), Shani Ahiel (»Yafo«, Berlin), Shani Leiderman (»Beba will Feed You«, Berlin), Sophia Hoffmann (»Happa«, Berlin), Sophia Rudolph (»Lovis«, Berlin), Sophie & Xenia Oswald (»Rocket & Basil«, Berlin), Sonja Baumann (»Neobiota«, Köln) und Viktoria Fuchs (»Romantik-Hotel Spielweg«, Münstertal).

Oben: Nathalie Leblond, Rosina Ostler, Sonja Baumann, Julia Komp.
Unten: Marita Rempel, Diana Burkel, Sandra Hofer, Sophia Hoffmann.
Foto bereitgestellt
Oben: Nathalie Leblond, Rosina Ostler, Sonja Baumann, Julia Komp. Unten: Marita Rempel, Diana Burkel, Sandra Hofer, Sophia Hoffmann.

Im Gastraum

Doch Spitzenküche allein macht noch keinen unvergesslichen Abend. Es sind die Gastgeberinnen, die den Rahmen schaffen: Anja Kirchpfening (»Aura«, Wirsberg), Claudia Steinbauer (»Luna D’Oro« und »Clärchens«, Berlin), Ilona Scholl (»Tulus Lotrek«, Berlin), Julia Kolbeck (»Mokum«, München), Katharina Bambach (»Sphere Fernsehturm«, Berlin), Kathi Feix (»Esszimmer«, Marburg), Kristiane Kegelmann (»pars Restaurant«, Berlin), Kristin Hendricks-Fuchs (»Spielweg«, Münstertal), Marie-Anne Wild (»Restaurant Tim Raue«, Berlin), Mical Rosenblat (»Loumi«, Berlin), Sophie Lehmann (»100/200«, Hamburg) und Stefanie Fritz (»Das Kulinariat«, München) sorgen dafür, dass Service, Ambiente und Stimmung Hand in Hand gehen – und dass jeder Besuch zum Erlebnis wird.

Im Weinkeller

Die Expertise endet nicht beim Essen. Die zehn Sommelières, darunter Andrea Hochlenert (»Freundschaft«, Berlin), Anna Widmann (»Ursprung in Widmanns Alb.Leben«, Königsbronn), Bärbel Ring (»Sölring Hof«, Sylt), Ester Eggert (»Victor’s Fine Dining by Christian Bau«, Perl-Nennig), Marie Christin Baunach (»Überfahrt«, Tegernsee), Mona Schrader (»Jante«, Hannover), Nancy Grossmann (»Grill Royal«, Berlin), Stefanie Hehn (»The Fontenay«, Hamburg / »Lakeside«, Hamburg), Stephanie Döring (»Weinladen St. Pauli«, Hamburg) und Zola Zingler (»Carte blanche«, Frankfurt) setzen Maßstäbe in Weinberatung und Getränkekultur.

Hinter der Bar

Und wer denkt, dass die Bar immer noch Männersache ist, irrt sich: Alina Bazen (»Das Schwarze Schaf«, Bamberg), Aurora Almenar (»Bar Clara«, Berlin), Bettina Kupsa (»The Chug Club«, Hamburg), Constanze Lay (»The Rabbit Hole Bar«, Hamburg), Emma Kleemann (»Bohemian Bar«, Hamburg), Maria Gorbatschova (»Green Door Bar«, Berlin), Nathalie Tran (»Ory Bar«, München), Phoenix Headlam (»Bar Nomu«, Hamburg), Susan Ann MacKenzie (»Tantris«, München) und Susan Choi (»Mr. Susan«, Berlin) beweisen, dass Kreativität, Präzision und Stil in der Barkultur längst weiblich sind.

International

Abgerundet wird das Bild durch internationale Vorreiterinnen wie Adejoke Bakare (»Chishuru«, London), Ana Ros (»Hisa Franko«, Slowenien), Elif Oskan (»Gül«, Zürich), Jessica Rosval (»Al Gatto Verde/Roots«, Modena), Manon Fleury (»Datil«, Paris), Pia Leon (»Kjolle«, Lima), Stefanie Herkner (»Zur Herknerin«, Wien), Tina Marcelli (»JOHANNS Gourmet-Restaurant by Tina Marcelli«, Österreich), Vicky Lau (»Tate«, Hongkong), Vita Bartininkaite (»Pas mus«, Vilnius) und Zineb Hattab (»Kle,« Zürich).

Mit diesen 72 Frauen dokumentiert CHEF:IN nicht nur, wer die deutsche Gastronomie prägt, sondern sendet auch ein Signal an die nächste Generation: Spitzenküche ist weiblich, vielfältig und zukunftsweisend. 2026 werden erstmals die CHEF:IN Awards in Hamburg verliehen, ergänzt durch Video-Serien und Newsletter, die die Geschichten der Frauen lebendig machen.


Redaktion
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