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© Shutterstock (Symbolbild)

ESC 2026-Favorit Australien: Signature Gerichte und Drinks

ESC 2026
Australien
Tradition
Kulinarik

Die australische Küche ist ein bunter Mix aus internationalen Einflüssen, frischen Zutaten und Tradition. Falstaff zeigt, was dort auf den Tisch kommt.

Der Eurovision Song Contest findet heuer bereits zum 70. Mal statt, Wien ist als Austragungsort schon mitten in den Vorbereitungen. Neben klassischen Teilnehmerländern wie Tschechien, Dänemark und Frankreich ist auch Australien wieder mit dabei – längst eine feste Tradition, obwohl das Land geografisch nicht zu Europa gehört. Für Australien tritt heuer Delta Goodrem mit dem Song »Eclipse« an. Einen Sieg konnte das Land in seiner bisherigen 10-jährigen ESC-Geschichte noch nicht verbuchen, kam in den letzten Jahren aber immer wieder überraschend weit. Vielleicht klappt es diesmal sogar mit dem Sprung aufs Siegertreppchen. Bis es so weit ist, haben wir uns angesehen, was Australien kulinarisch zu bieten hat.

Australiens Frühstückskultur ist entspannt, unkompliziert – und trotzdem voller Klassiker, die längst auch international Karriere gemacht haben. Für viele Australier:innen beginnt der Start in den Tag mit Vegemite auf Toast: knusprig geröstetes Brot, mit Butter bestrichen und hauchdünn mit dem würzigen Hefeaufstrich bestrichen. Der Geschmack wird als intensiv und fast salzig-herb beschrieben.

Deutlich moderner, aber kaum weniger typisch ist der allgegenwärtige Avocado-Toast. In Cafés von Sydney bis Melbourne gehört er zur Standardkarte: cremige Avocado auf gutem Brot, oft ergänzt durch pochierte Eier, Chili-Flocken oder einen Spritzer Zitrone. Einfach, frisch und so beliebt, dass er auch international genauso gerne gegessen wird. Wer es allerdings herzhafter mag, greift zum »Full Australian Breakfast«. Dabei handelt es sich um ein üppiges Omelette, das Eier, Speck, gegrillte Tomaten und Pilze kombiniert, häufig vervollständigt durch Würstchen oder Bohnen. Ein Frühstück, das zwar eher an ein verspätetes Brunchgericht erinnert – aber trotzdem lange satt macht.

Unkomplizierte und herzhafte Küche

Zur Mittags- wie auch zur Abendzeit zeigt sich die australische Küche von ihrer pragmatischen Seite: Viele Gerichte sind darauf ausgelegt, schnell verfügbar zu sein und dennoch gut zu sättigen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Meat Pie – eine herzhafte Fleischpastete, meist mit Hackfleisch gefüllt und klassisch mit Tomatensauce serviert. Ebenfalls fest verankert sind Sausage Rolls, die in Bäckereien und Imbissen zum Standard gehören und auch bei Grillpartys gerne als kleiner Auftakt gereicht werden. Ihre Füllung besteht in der Regel aus würzig abgeschmecktem Hackfleisch – meist Rind oder Schwein –, das in Blätterteig eingeschlagen und goldbraun gebacken wird. Traditionell werden sie mit Tomatensauce serviert: schnell zur Hand, beliebt bei Feiern und zugleich eine unkomplizierte, auch bei Kindern geschätzte Mahlzeit.

In australischen Pubs haben sich einige Gerichte etabliert, die sowohl mittags als auch abends gefragt sind und genauso für eine unkomplizierte, sättigende Küche stehen. Fish and Chips beispielsweise gehören nicht nur zu den Klassikern mit britischen Wurzeln und sondern sind bis heute fester Bestandteil der australischen Esskultur. Frischer Fisch wird in Backteig frittiert und traditionell mit Pommes serviert, oft ergänzt durch Zitrone oder Sauce. Besonders in Küstenregionen zählt das Gericht zu den beliebtesten schnellen Mahlzeiten. Auch Chicken Parmigiana ist aus der Pub-Kultur kaum wegzudenken und gilt als eines der bekanntesten Gerichte des Landes. Dabei handelt es sich um ein paniertes Hühnerschnitzel, das mit Tomatensauce und geschmolzenem Käse überbacken wird.

Fleisch und Grillkultur

Besonders prägend ist die ausgeprägte Grillkultur: Das »Barbecue« ist weniger ein einzelnes Gericht als vielmehr ein geselliges Ritual, bei dem Fleisch, Würstchen oder auch Meeresfrüchte frisch zubereitet und gemeinsam genossen werden. Durch die geografische Lage spielt zudem Fisch eine wichtige Rolle – Arten wie Barramundi stehen regelmäßig auf den Speisekarten und stehen exemplarisch für den einfachen Zugang zu frischen Produkten aus dem Meer.

Auch beim Fleisch zeigt sich die australische Küche besonders vielseitig und offen für ungewöhnlichere Spezialitäten. Dazu zählen etwa Känguru, Krokodil sowie Emu oder Strauß, die in Australien durchaus regelmäßig auf den Speisekarten zu finden sind. Kängurufleisch ist sehr mageres Wildfleisch mit kräftigem Geschmack, das meist kurz gebraten oder gegrillt wird. Emu-Fleisch ist dunkel, eiweißreich und geschmacklich zwischen Rind und Wild einzuordnen; es gilt als eher seltene, aber dennoch etablierte Spezialität. Auch Krokodilfleisch wird vor allem im Norden Australiens angeboten – es ist mild, mager und wird häufig gegrillt oder in würzigen Zubereitungen verarbeitet.

Desserts und Drinks

Zu den bekanntesten Süßspeisen Australiens zählt die Pavlova, die Baisertorte mit dem knusprigen Äußeren und weichem Kern, die meist mit Sahne und frischen Früchten, oft Passionsfrucht, serviert wird. Ebenso klassische Desserts sind Lamingtons, Biskuitwürfel, die mit Schokolade überzogen und in Kokosraspeln gewälzt werden. Traditionellen Hintergrund haben die Anzac Biscuits, knusprige Kekse aus Haferflocken, Kokos und Sirup, die ursprünglich lange haltbar für Soldaten entwickelt wurden. Als moderner Klassiker gelten die Tim Tams, die zu den bekanntesten Schokoladenkeksen Australiens zählen.

Zu den bekannten Drinks der australischen Barszene zählt der Lemon, Lime and Bitters (LLB), eine erfrischende Mischung aus Limonade, Limettensirup (Cordial) und Angostura Bitter, die vor allem als alkoholfreie Alternative weit verbreitet ist. International etabliert hat sich der Espresso Martini, ein anderer Klassiker aus Melbourne ist der Japanese Slipper, ein leuchtend grüner Cocktail aus Midori, Cointreau und Zitronensaft. Ebenfalls in der internationalen Cocktailwelt angekommen ist der Paper Plane, der Bourbon, Amaro Nonino, Aperol und Zitronensaft zu einer ausgewogenen Mischung verbindet. Zu den eher kräftigeren Drinks gehört der Dark and Stormy, der typischerweise aus Rum – häufig auch australischem Bundaberg Rum – und Ginger Beer besteht. Ergänzt wird das Spektrum durch den klassischen Gin Tonic. 

Falstaff hat einige australische Rezepte parat:

* Falstaff ist Medienpartner des Eurovision Songcontest 2026

Redaktion
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