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»Handwerkliche Brennkunst« als Immaterielles Kulturerbe anerkannt

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Obstbrand

Schon lange war klar, dass das Schnapsbrennen ein Kulturgut ist, auf das man stolz sein kann. Nun wurde die »Handwerkliche Brennkunst« offiziell in das Bundesweite Verzeichnis des »Immateriellen Kulturerbes« aufgenommen.

Der Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner e.V. setzt sich seit Jahren auf nationaler wie europäischer Ebene für die Belange von tausenden von deutschen Klein- und Abfindungsbrennereien ein. Nun gab der Verband die offizielle Aufnahme der »Handwerklichen Brennkunst«  in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bekannt. Diese Tradition, tief verwurzelt in der regionalen Geschichte Deutschlands, sei eine identitätsstiftende Handwerkstechnik, die nicht nur kulturelle Bedeutung habe, sondern auch zur Erhaltung der Streuobstwiesen und der Kulturlandschaft beitrage, so der Verband. Durch die Anerkennung werde das handwerkliche Können gewürdigt und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen gefördert, was gleichzeitig die regionale Identität stärke und zur Wertschöpfung beitrage.

 

Die Kunstfertigkeit des handwerklichen Brennens wird oft über Generationen hinweg weitergegeben und hat sich zu einem unverwechselbaren Markenzeichen, verschiedener Regionen, in Deutschland entwickelt.  Zudem spielen Streuobstwiesen eine zentrale Rolle beim Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt.

»Durch die »Handwerkliche Brennkunst« wird die Verwendung von lokal angebautem Obst gefördert und somit auch der Erhalt dieser wichtigen Biotope unterstützt. Streuobstwiesen sind nicht nur ein Rückzugsort für zahlreiche Tierarten, sondern auch ein essentieller Bestandteil der regionalen Kulturen. Zum Erhalt von besonderen Sorten wird das Augenmerk auch auf die Pflege von Wildobst gelegt, wie Schlehe, Speyerling und Felsenbirne, um einige wenige zu nennen. Ebenso die alten Obstsorten erfreuen sich immer mehr Aufmerksamkeit und Nachfrage, und werden durch ansteigende Beliebtheit und nachhaltiger Forschung »klimafit« gemacht. Das Veredeln des Obstes durch die handwerkliche Brennkunst sorgt dafür, dass diese wertvollen Flächen weiterhin gepflegt und nachhaltig genutzt werden«, freut sich die Verbandsgeschäftsführerin Silke Eckert-Lion.

Der Erhalt und die Weiterentwicklung der »Handwerklichen Brennkunst« fördere lokale und kleine Unternehmen, stärke die Wirtschaft und schaffe Arbeitsplätze. In Kombination mit dem wachsenden Interesse an regionalen Produkten und nachhaltigen Herstellungsverfahren gewinne die »Handwerkliche Brennkunst« zunehmend an Bedeutung für die Entwicklung der Regionen.

Alexander Thürer
Alexander Thürer
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