Hélène Darroze kocht bei »Kate & Kon« am Attersee
Hélène Darroze gastierte bei »Kate & Kon« am Attersee. Ihr Menü reichte von Txanguro bis Taube Wellington. Begleitet von Bollinger, Château Le Gay und Petrus.
Am 27. Juni 2025 kochte Hélène Darroze bei »Kate & Kon« am Attersee. Die französische Dreisterneköchin aus der Gascogne steht für präzise, reduzierte Küche ohne Inszenierung. Kein Showformat und kein Starkult, sondern ein konzentrierter Abend, getragen von handwerklicher Klarheit und produktbezogenem Denken.
Zu Beginn wurden drei Gerichte gemeinsam serviert: eine Algen-Tarte mit Auster und Kaviar, ein Pilzparfait mit Douglasie sowie ein Donut aus geräucherter Ente, gewürzt mit Vadouvan. Im Glas: Bollinger La Grande Année 2015. Der erste Gang war Txanguro, ein Gericht mit baskischem Krabbenfleisch, Pfeffer, Pomelo und Rosenemulsion. Dazu kam Riesling Cuvée Frédéric Émile 2015 von Trimbach.
Es folgte Cœur de bœuf, ein Tomatenherz, angerichtet mit lokalem Schafskäse, Bottarga und Kapern. Dazu wurde 2016 Les Champs Libres von Château Lafleur ausgeschenkt. Im Anschluss: Foie gras, geröstet, kombiniert mit Sesam, Honigmelone und einer Sake-Koji-Sauce. Der Wein dazu war Château Rieussec 2021. Daraufhin wurde blauer Hummer à la nacre serviert – zubereitet mit Tandoori, Koriander und Citrus-Mousseline. Im Glas: 2022 Puligny-Montrachet 1er Cru Clavoillon von Domaine Leflaive.
Der Fischgang bestand aus Wildfang-Turbot mit Artischocke und Bagna Cauda. Danach: Taube im Wellington-Stil mit Pfifferlingen, Turnips, Thymian und Rauch. Der Wein: eine Doppelmagnum Château Le Gay, Jahrgang 2007. Es folgte ein weiterer Wein: Petrus 2011. Anschließend wurde Käse serviert – affininierter Ossau fermier von Maître Antony. Dazu kam Châteauneuf-du-Pape Cuvée da Capo, Jahrgang 2015. Das abschließende Dessert bestand aus Guanaja-Schokolade mit Koriandersamen, Chicorée-Mousse und Vanilleeis. Der letzte Drink des Abends: Clase Azul Tequila Gold.
Die Dramaturgie des Abends war klar strukturiert. Keine Brüche, keine Effekte und keine lauten Gesten. Jeder Gang und jeder Wein war präzise aufeinander abgestimmt, ohne Überhöhung. Hélène Darroze kochte nicht, um zu beeindrucken, sondern um Haltung zu zeigen.