»Karo&Paul by Frank Rosin«: Ist das Hamburgs neue Szene-Bar?
Cocktails und Bunker-Bites: TV-Koch Frank Rosin eröffnete am Wochenende offiziell die Bar »Karo&Paul« auf einem der ehemaligen Flaktürme des Hamburger Bunkers. Schon jetzt wird sie international gefeiert.
Frank Rosin ist fasziniert von einem Kriegs-Mahnmal, das jetzt neues Leben atmet. Im Sommer wurde der ehemalige Bunker am Heiligengeistfeld in Hamburg wiedereröffnet – aufgestockt, begrünt und im Inneren in eine Hotel- und Gastronomiefläche verwandelt. Jetzt eröffnete der Ruhrpott-Sternekoch auch offiziell die Bar »Karo&Paul by Frank Rosin« in einem der vier Flaktürme – mit Livemusik und vielen Gästen. Der 58-Jährige steuert nicht nur seinen Namen, sondern auch das gastronomische Konzept bei.
»Für mich ist es eine große Ehre, bei diesem spannenden Projekt dabei zu sein«, sagt der TV-Koch (»Topfgeldjäger«, »The Taste«, »Rosins Restaurants«). Der verwandelte Bunker ist jetzt schon zu einem Besuchermagneten Hamburgs geworden: Über eine halbe Million Menschen haben bereits von hier oben die Aussicht über ganz Hamburg bis zur Elbe genossen. Für den Reiseführer Lonely Planet gehört er ebenfalls schon zum absoluten »Must-see« in der Hansestadt. Und auch das Time Magazine hat das »Reverb Hotel«, das im aufgesetzten Teil des Bunkers residiert, bereits in die Liste der »World’s Greatest Places 2024« aufgenommen.
Noch in der Entwicklungsphase
»Karo&Paul by Frank Rosin«, das nach den umliegenden Stadtteilen Karolinenviertel und St. Pauli benannt ist, startete schon im Sommer, allerdings nur als reiner Barbetrieb. Zu Essen gab es hier außer ein paar Nüssen erstmal nichts. Technische Schwierigkeiten mit der Abluft blockierten die Küche. Die scheinen jetzt behoben zu sein.
Neben der weiten Aussicht auf Hamburg, coolem Interieur mit dem St. Pauli-Totenkopf-Icon und Livemusik wird es hier nun auf drei Ebenen (eine ist für Private-Dining reserviert) neben Cocktails (große Auswahl), Champagner, Cava, Wein und Bier (kleine Auswahl) Frank Rosins sogenannte »Bunker-Bites« geben. Ein Vorgeschmack wurde zur Eröffnungsparty gereicht: Ein Tatar aus frischem Lachs mit marinierten Gurken, einem Hauch Ingwer und getoppt von einem leicht säuerlichen Schaum aus Ayran. Und ein recht grobes Hummus mit knusprigem Papadam und Pantzaro – ein roter, würzig mit Joghurt abgeschmeckter Rote-Beete-Salat.
»Wir sind noch in der Entwicklungsphase«, betont Frank Rosin, nach und nach soll das Angebot rund um die »Bunker Bites« ausgebaut werden: Das sind Bar-Snacks, die alles Traditionelle abgelegt haben. Sie überzeugen mit ihrem Mix aus Lokalem und Weltklasse. Mit mehreren dieser in und auf mittelgroßen Schalen und Tellern servierten Happen lässt sich kreativ ein komplettes Abendessen zusammenstellen. In jedem Fall sind die »Bunker Bites« eine anregende Ergänzung zu den infusionierten Cocktails oder auch nur zum Bier. »Sie sind kulinarische Stimmungsbegleiter zum passenden Drink«, ergänzt Frank Rosin. Zum Start werden die Gäste zwischen sechs bis acht Gerichten wählen können. Dazu gehört auch ein Thai Rindfleischsalat aus Feersisch Rind Wagyu Style, ein Tataki vom Thunfisch mit Brombeeren und eine Salmorejo aus Tomaten mit Iberico-Schinken und Ei.
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