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Latte Art leicht gemacht: Die besten Tipps für zuhause

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Welcher Kaffee eignet sich am besten für Latte Art? Wie bekommt man den perfekten Schaum hin und mit welchem Motiv sollte man anfangen? Falstaff hat genauer hingesehen.

Latte Art begeistert seit Jahren Kaffee-Liebhaber:innen weltweit. Was einst als »kleine Spielerei« hinter der Bar begann und bisweilen noch belächelt wird, hat sich längst zu einem eigenen Handwerk entwickelt. Aus perfektem Milchschaum entstehen kunstvolle Muster – Herzen, Blätter oder Blumen – die jede Tasse oder sogar jeden To-go-Becher zu einem kleinen Kunstwerk machen.

Doch lässt sich diese raffinierte Kaffee-Kunst nur in Coffeeshops bewundern – oder klappt sie auch zuhause? Falstaff hat sich nicht nur nach Tipps umgesehen, sondern auch bei der österreichischen Latte-Art-Staatsmeisterin und »Biest Coffee«-Inhaberin Alina Kirchner nachgefragt. Sie gewann den Wettbewerb bereits im Vorjahr und darf nächstes Jahr zur Weltmeisterschaft nach Kalifornien reisen.

»Es muss ein Espresso sein«

Latte Art stammt aus Italien und bezeichnet die Technik von Baristas, die mit Milchschaum kunstvolle Muster in die Tasse zaubern. Sie fasziniert nicht nur optisch, sondern vermittelt auch Qualität, Sorgfalt und handwerkliches Können. Mittlerweile gelingt sie auch zuhause: Mit einer geeigneten Kaffeemaschine, frischer Milch, dem richtigen Aufschäumen und etwas Übung lassen sich die kleinen Kunstwerke selbst zaubern.

Dabei kommt es zuerst auf den Kaffee an: Wenn die Basis nicht stimmt, gelingt auch die Latte Art nicht. »Es muss ein Espresso sein, damit der Kontrast zwischen Kaffee und Milch stimmt und die Crema stabil ist«, erklärt die österreichische Latte-Art-Staatsmeisterin. Am besten eignen sich Siebträger oder Vollautomaten – Filterkaffee ist ungeeignet.

Der perfekte Milchschaum

Doch auch die Milch spielt eine entscheidende Rolle: Für klassischen Milchschaum empfiehlt sich Kuhmilch mit rund 3,5 Prozent Fett, da sie cremig schmeckt und gut aufschäumt. Weniger Fett macht den Schaum zwar haltbarer, aber der Geschmack leidet. Für pflanzliche Varianten ist Hafermilch besonders gut geeignet: Mit ihr lässt sich gut zeichnen und ähnelt in Konsistenz und Aufschäumbarkeit der Kuhmilch – daher wird sie auch bei Latte-Art-Wettbewerben häufig verwendet.

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»Für perfekten Milchschaum sollte die Milch immer kalt und frisch sein, und die Milchdüse des Aufschäumers sauber. Der Aufschäumvorgang erfolgt in zwei Phasen: Zuerst die Ziehphase, bei der Luft unter die Milch gezogen wird, um Volumen zu erzeugen. Danach folgt die Rollphase, in der die Milch in der Kanne rollt, damit große Bläschen zerschlagen werden und ein feiner, cremiger Schaum entsteht. Dabei wird die Milch auf etwa 55–60 °C erwärmt, wobei zu Hause eine ungefähre Temperatur ausreicht. Mit etwas Übung lassen sich so cremiger Milchschaum und die Basis für Latte Art auch zuhause herstellen«.

Damit der Milchschaum perfekt wird, wird die Milch nach dem Aufschäumen in der Kanne leicht geschwenkt, damit sich die Bläschen gleichmäßig verteilen. Zum Üben von Latte Art empfiehlt es sich, mit dem Herz zu starten, da es das einfachste Grundmotiv ist. Darauf aufbauend kann man später Tulpe oder Rosetta lernen, die etwas komplexer sind, aber auf dem Herz-Muster aufbauen. So gelingt der Einstieg in die Latte-Art-Kunst Schritt für Schritt.


 

Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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