Maison Naya in Wien: Thai Milk Tea, Kunst und Kaffee aus Chiang Rai
Ein neues Café in Neubau verbindet thailändische Teekultur mit Wiener Kaffeetradition.
Betritt man das lichtdurchflutete Lokal in der Siebensterngasse 29, fühlt man sich sofort in eines der angesagten Viertel Bangkoks versetzt, wo junge Unternehmer:innen das Café-Erlebnis neu definieren. Diese Orte sind minimalistisch gestaltet, ohne dabei kalt oder distanziert zu wirken. Das ist auch die Vision hinter »Maison Naya«.
Hinter der Neueröffnung steht Inhaberin Naya Ehrlich-Adam. In Bangkok hat sie mit »Broccoli Revolution« die ersten veganen Restaurants der Stadt eröffnet: »Ich habe viele Jahre Restaurants geführt«, sagt sie im Gespräch mit Falstaff. »Nach 20 Jahren wollte ich etwas Kleineres, näher an meiner eigentlichen Leidenschaft: Kunst.« Während der Pandemie zog sie nach Wien. Hier suchte sie zwei Jahre lang nach einem passenden Ort für ihre Idee, ein Café und Galerie zu vereinen: »Der Raum erlaubt mir, Kunst, Bücher und Handwerk zu verbinden – das ist es, was ich wirklich machen möchte.«
Die Idee hinter der Neueröffnung ist Café, Galerie und Nachbarschaftstreffpunkt miteinander zu verbinden. In den hinteren Räumen sollen wechselnde Ausstellungen stattfinden: »Der Ort ist eine Leinwand«, sagt Ehrlich-Adam über das Lokal, das sich noch in der Soft-Opening-Phase bis Mitte Mai befindet.
Kulinarisch sind ihre thailändischen Wurzeln klar erkennbar. Die Bohnen kommen aus der nordthailändischen Stadt Chiang Rai. Sie werden in Wien in Zusammenarbeit mit »Kaffemik« geröstet. »Viele denken, guter Kaffee kommt nur aus Kolumbien oder Äthiopien. Aber das stimmt nicht, der Kaffee aus Thailand hat großartige Qualität«, erklärt die Gastronomin. Die Croissants liefert »L’amour du Pain« aus der Otto-Bauer-Gasse, diese sollen künftig auch mit einer Auswahl an Marmeladen serviert werden, etwa Yuzu.
Thailands liebstes Getränk
Der Bestseller ist bereits ein Getränk, dass es in Österreich nicht so oft zu Bestellen gibt, in Thailand aber ein absoluter Klassiker ist: Thai Milk Tea. Schwarzer Tee, oft mit Vanille- und Karamellnoten geröstet, wird stark aufgebrüht, mit Kondensmilch und Zucker vermischt und meist eisgekühlt serviert. In Thailand gehört er zum Alltag. »Wir trinken ihn den ganzen Tag – morgens, nachmittags, eigentlich immer, man wächst von klein auf mit dem Getränk auf«, lacht Ehrlich-Adam. Die Beliebtheit des leuchtend-orangen Teegetränks hat mehrere Gründe: Zum einen ist er Teil des Alltags – »meine Mutter, meine Großmutter, alle trinken ihn« –, zum anderen ist er omnipräsent und einfach überall zu bekommen. »Der Tee ist eines der Produkte, auf das wir in Thailand sehr stolz sind.« Für manche Gäste ist der Tee überraschend süß, für andere eine Erinnerung an Reisen, berichtet Ehrlich-Adam. Das merkt man auch am gemischten Publikum: »Fifty-fifty – Menschen, die Thailand kennen, und solche, die neugierig sind.«
Ergänzt wird das Angebot durch leichte, thailändisch inspirierte Gerichte – etwa Sommerrollen mit Garnelen oder kleine »Thai Tapas«.