Immer mehr Matcha-Cafés eröffnen in Wien
Matcha hat inzwischen auch die Wiener Cafés erobert - laufend eröffnen neue Lokale, die sich auf Matcha spezialisieren. Was steckt hinter dem grünen Pulver, das sich zwischen Wellness-Trend und Instagram-Kulisse bewegt? Falstaff hat nachgefragt.
Der japanische Grüntee »Matcha« hat nun auch in den Wiener Kaffeehäusern Einzug gehalten. In den vergangenen Monaten haben gleich mehrere Cafés eröffnet, deren Fokus auf dem japanischen Tee liegt. Denn das Getränk ist nicht nur Muntermacher, sondern Teil einer Ästhetik, die auf Social Media funktioniert – eine Strategie, mit der die Kaffeehäuser gerne arbeiten.
»Viele, die Koffein nicht so gut vertragen, haben mit Matcha ihre Lösung gefunden«, sagt Celina Hauser. Die 27-Jährige betreibt seit Sommer »Celina’s Matcha« am Alsergrund. Neben klassischem Matcha Latte serviert sie Kreationen wie Rosen-Vanille-Matcha oder Strawberry-Iced-Matcha. »Die Farbe, das Layering, der Geschmack – alles sieht gut aus auf Fotos«, so Hauser. Das Interieur ihres Lokals erinnert an Bali: helle Wände, mediterrane Anklänge.
Grün und gefragt
Hauser kennt die Social-Media-Welt gut. Dass Matcha nun ein Hype ist, überrascht sie nicht: »Der Pilates-Trend hat den Hype um Matcha befeuert. Matcha steht für healthy Wellness. Wer bei uns vorbeikommt, möchte Teil dieses Gefühls sein.«
Auch bei »Bert Coffee« am Fleischmarkt steht Matcha im Mittelpunkt. Ihr Bestseller: ein Iced-Strawberry-Matcha. »Wir wollten von Anfang an guten Kaffee und Matcha zu fairen Preisen bieten«, heißt es. Neben Drinks gibt es frische Backwaren und den hauseigenen Matcha zum Mitnehmen. »Unser Ziel war, einen Ort zu schaffen, an dem Leute einfach gerne hinkommen – für einen Espresso oder für einen Dirty Matcha Latte.«
Beide Cafés setzen auf klare Designs. Während Hauser »Urlaubsfeeling nach Wien bringen« wollte, entschieden sich die Berts für Königsblau: »kräftig und trotzdem schlicht«. Auf TikTok und Instagram kursieren Videos von Matcha-Rezepten, die von Fitness-Influencer:innen und im Umfeld der Pilates-Welle geteilt werden. Die New York Times spricht sogar von einem »globalen Social-Media-Hype«.