»Messer, Gabel, Mord«: Kriminalistische Kulinarik mit Rezepten
Buchhändlerin, Schriftstellerin und Krimi-Connaisseuse Rotraut Schöberl lud Autor:innen ein, ihre blutigsten Küchenkrimis niederzuschreiben. Das Ergebnis? Wohl zum Sterben köstlich.
Wer Rotraut Schöberl kennt, weiß, dass Sie Kriminalgeschichten zu den teils unerwarteten Themen sammelt. Am Ende war's immer der Gärtner? Kein Problem, Schöberl stellt Gartenkrimis zusammen. Sie lieben Katzen? Ja bitte, »Mord auf leisen Pfoten« ist schon unterwegs. Im Herbst brachte die Reichenauerin nun eine neue Anthologie heraus, die sich ganz um Küche, Kulinarik und natürlich Kriminalistik dreht.
Die Kurzkrimis drehen sich um »vergiftete Gerichte über kriminelle Rezepte bis hin zu tödlichen Küchenutensilien.« Denn schließlich sei die ansonsten doch so köstliche Kulinarik und Welt der Küche »nicht nur ein Ort des Kochens und Genießens, sondern eben auch ein Ort voller Geheimnisse, Intrigen und tödlicher Gefahren.« Die kurzen Geschichten fühlen sich dabei an wie eine herrlich geschnittene Serie, die man am liebsten an einem kalten Winternachmittag fertig schauen würde. Perfekt also, wenn in den kommenden Feiertagen Zeit ist, um in die verschiedensten Perspektiven rund um's Kochen einzutauchen – und sich danach zu freuen, dass man im Gegensatz zu anderen Personen auch wieder auftauchen durfte...
Als besonderes Highlight sind der Sammlung am Ende Lieblingsrezepte der Autor:innen zugefügt, die dann wirklich dazu beitragen, dass der Lesegenuss vollumfassend sinnlich wird.
Messer, Gabel, Mord. Kriminell gute Geschichten aus der Küche.
Rotraut Schöberl (Hg.), Hanna Zeckau (Illustrationen)
Residenz Verlag
196 Seiten
25 Euro
ISBN: 9783701717934