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Österreichs Biermarkt: Alkoholfreie Sorten boomen

Bier
alkoholfrei

Der Bierkonsum in Österreich sinkt deutlich, vor allem Dosenbier ist betroffen. Gleichzeitig etabliert sich alkoholfreies Bier zunehmend als alltagstaugliche Alternative.

Österreich trinkt weniger Bier. 2025 sank die Gesamtproduktion auf 9,25 Millionen Hektoliter, ein Minus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch während klassische Sorten rückläufig sind, entwickelt sich ein Bereich gegen den Trend: alkoholfreies Bier.

Gründe für den Rückgang

Ein wesentlicher Faktor ist das veränderte Konsumverhalten der Österreicher:innen. Viele gehen seltener aus und achten stärker auf ihre Ausgaben. Vor allem im vergangenen Jahr soll die österreichische Brauwirtschaft einen massiven Rückgang am Bierkonsum gehabt haben. Alkoholfreies Bier konnte zwar zulegen, jedoch nicht in dem Umfang, wie der Konsumrückgang bei alkoholhaltigem Bier stattfand.

Zusätzlich hat die Einführung des Einwegpfands auf Getränkedosen den Markt spürbar verändert. Rund 100 Millionen Dosen weniger wurden im Vergleich zum Vorjahr produziert. Besonders stark betroffen war der Osten Österreichs, wo Dosenbier traditionell beliebt ist. Viele Konsumenten griffen stattdessen auf Produkte aus Nachbarländern zurück, in denen es kein Pfand gibt.

Alkoholfreies Bier

Während klassische Biersorten verlieren, gewinnt alkoholfreies Bier kontinuierlich an Bedeutung. Rund vier Prozent des gesamten Ausstoßes entfallen inzwischen auf alkoholfreie Varianten – Tendenz steigend. Für den heimischen Markt wurden 2025 knapp 300.000 Hektoliter produziert, das entspricht etwa 60 Millionen Krügerln. Was früher als Nischenprodukt galt, ist heute für viele eine selbstverständliche Alternative: beim Autofahren, aufgrund von Sport oder einfach als bewusste Entscheidung im Alltag. Auch geschmacklich hat sich viel getan, denn die immer moderneren Verfahren sorgen dafür, dass alkoholfreie Biere dem klassischen Pendant immer näherkommen.

Wie soll es weitergehen?

Die Branche erwartet, dass sich der private Konsum mit einer positiven Stimmung und stabileren Preisen wieder belebt. Das Dosenbier bleibt ein fester Bestandteil des Marktes, wobei das Einwegpfand zunächst von den Konsument:innen akzeptiert werden muss. Gleichzeitig sollen Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Menschen in Wirtshäuser zu bringen und so den Markt zu stabilisieren.


Redaktion
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