Smarte Jalousien: Neue EU-Regeln erhöhen Anforderungen an Cybersicherheit
Mit dem Cyber Resilience Act verschärft die EU die Sicherheitsvorgaben für vernetzte Produkte. Der Osttiroler Sonnenschutzhersteller »Hella« erklärt, seine Steuerung »Onyx« erfülle die neuen Anforderungen bereits heute.
Vernetzte Rollläden, Jalousien und Markisen sollen künftig nicht nur komfortabel, sondern auch besser gegen Cyberangriffe geschützt sein. Der Osttiroler Sonnenschutzhersteller »Hella« gibt an, mit seiner Funksteuerung »Onyx« bereits die Anforderungen des europäischen Cyber Resilience Act zu erfüllen. Die EU-Verordnung macht Cybersicherheit bei digital vernetzten Produkten schrittweise zur Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung.
Sicherheitsrisiken bedenken
Betroffen sind neben Apps und Funksystemen auch smarte Steuerungen in der Gebäudetechnik. Hersteller:innen müssen Sicherheitsrisiken künftig bereits bei der Entwicklung berücksichtigen, Updates über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglichen und Schwachstellen dokumentieren und beheben. Ab 11. September 2026 gelten erste Meldepflichten, ab Dezember 2027 dürfen laut Verordnung nur noch konforme Produkte neu auf den europäischen Markt gebracht werden. Bei Verstößen drohen unter anderem Rückrufe und hohe Geldbußen.
»Hella« entwickelt Hard- und Software nach eigenen Angaben im Unternehmen selbst. Die Kommunikation werde verschlüsselt, zudem verfüge das System über einen dokumentierten Update-Prozess und ein Schwachstellenmanagement. Auch sogenannte Replay-Angriffe, bei denen aufgezeichnete Funksignale erneut ausgesendet werden, sollen dadurch verhindert werden. »Sicherheit darf bei vernetzten Sonnenschutzsystemen kein Zusatzfeature sein, sondern muss tief im System verankert sein«, sagt Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der »Hella«-Gruppe.