Zum Inhalt springen

Stars Coffee (links) und Starbucks im Vergleich.

Stars Coffee (links) und Starbucks im Vergleich.
© Adobe Stock

Stars Coffee statt Starbucks: Russische Kopie mit Verwechslungsgefahr

Kaffee
Russland
Ukraine

Das Logo des russischen Starbucks-Nachfolger sieht dem US-Vorbild zum Verwechseln ähnlich. Auch sonst gibt es Parallelen.

Wegen des Ukraine-Kriegs haben sich zahlreiche Konzerne aus Russland zurückgezogen, unter anderem McDonald´s. Auch Starbucks wollte nicht mehr in Russland tätig sein. Die 130 Filialen der US-Kaffeehauskette wurden daraufhin von Rapper Timati übernommen, der ein Vertrauter von Wladimir Putin ist. Gemeinsam mit dem Gastro-Unternehmer Anton Pinskiy hat er sämtliche Vermögenswerte von Starbucks in Russland gekauft.

Nun wurden die ersten Filialen von »Stars Coffee« – so der Name der Nachfolgefirma – eröffnet bzw. wiedereröffnet. Timati hatte angekündigt, ausschließlich Rohstoffe aus der Heimat zu verwenden; ein Schachzug, um die Unabhängigkeit vom Westen unter Beweis zu stellen. Allzu unabhängig dürfte Stars Coffee aber dann doch nicht sein: Zumindest das Logo sieht wie eine schlechte Kopie des Starbucks-Logos aus. Statt der Meerjungfrau im Original soll die russische Variante aber eine Frau mit russischer Kopfbedeckung zeigen. Sonst besteht enorme Verwechslungsgefahr – was gewollt sein dürfte.

Name am Becher, aber kein Frappuccino

Wie bei Starbucks bekommen Kunden einen Kaffeebecher, auf den ihr Name gekritzelt wurde. Auch sonst erinnern die Stars-Coffee-Filialen stark an die früheren US-Versionen. Nur der Frappuccino fehlt; das dürfte rechtliche Gründe haben. Im Laufe des nächsten Monats sollen alle ehemaligen Starbucks-Filialen wiedereröffnet werden. Die neuen Eigentümer von Putins Gnaden haben in russischen Medien indes schon durchblicken lassen, dass es wirtschaftlich nicht leicht werden dürfte ...

Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12