Süß, erotisch und erfolgreich: die Geschichte des Pornstar Martinis
Der »Pornstar Martini« ist ein Cocktail, der nicht nur wegen seines frechen Namens Aufmerksamkeit erregt, sondern auch wegen seiner unverwechselbaren Mischung aus süßen und spritzigen Aromen. Doch wie genau entstand dieser Cocktail, und was macht ihn so besonders?
»Sex sells«, diese Marketing-Weisheit hatte wohl auch der Erfinder des »Pornstar Martini« im Kopf, als er nach einem Namen für seine Kreation suchte, die heute zu den erfolgreichsten Modern Classics gehört. In seiner Urform wurde der sommerliche Martini aus Vodka und Passionsfrucht wahrscheinlich in Australien erfunden, aber es war Douglas Ankrah, Gründer der legendären Londoner »Lab Bar«, der ihn 2002 entscheidend weiterentwickelte. Ankrah suchte damals nach einem Cocktail, der Spaß, Luxus und Erotik vereint – und gleichzeitig eine echte Geschmacksexplosion bietet. Ursprünglich hieß der Drink »Maverick Martini«, aber Ankrah entschied sich bald für den provokanteren Namen, der den dekadenten Charakter des Cocktails unterstreichen sollte. Entscheidend war aber auch, dass er der Grundrezeptur einen Hauch Vanille hinzufügte.
Unfassbarer Erfolg
Damit landete er einen echten Volltreffer, denn der Pornstar Martini eroberte schnell die Londoner Barszene und wurde bald über die Stadt hinaus bekannt. Dank seiner auffälligen Präsentation und dem exotischen Geschmack verbreitete sich der Cocktail weltweit und wurde zu einem festen Bestandteil der Cocktailkarten – von New York bis Sydney. Im Jahr 2017 will die britische Cocktailbar-Kette »Be At One« jeden Tag 1.500 Pornstar Martinis verkauft haben (was über ein halbe Million Drinks im Jahr entspricht) und bis heute zählt der Drink zu den meistgesuchtesten Cocktails bei Diffords Guide. Das zeigt, dass auch heute noch Drinks sehr populär sein können, die weniger spirituosengetrieben als fruchtig daherkommen. Der Pornstar Martini jedenfalls ist eine gekonnte Mischung aus Vanille-Wodka, Passionsfruchtpüree, Passoa (ein Passionsfruchtlikör), Limettensaft und Zucker. Was den Cocktail aber so besonders macht, ist seine Begleitung: Ein kleines Glas Champagner oder Sekt, das separat serviert wird. Dieses Detail verleiht dem Cocktail einen Hauch von Luxus und erlaubt es dem Trinker, zwischen der spritzigen Süße des Passionsfrucht-Mix und der prickelnden Frische des Champagners hin und her zu wechseln. Die exotische Passionsfrucht und der Vanille-Wodka verschmelzen zu einer perfekten Balance zwischen süß und sauer, während der Champagner oder Prosecco für das gewisse Etwas sorgt.
Im Laufe der Jahre hat der Pornstar Martini immer wieder sanfte Neuinterpretationen erfahren. Einige Bartender fügen Eiweiß hinzu, um eine cremigere Textur zu schaffen, während andere den klassischen Prosecco durch feinere Champagnersorten ersetzen. Das klassische Triumvirat aus Vanille, Vodka und Passionsfrucht bleibt aber in der Regel unangetastet.
Pornstar Martini (mit frischen Zutaten):
- 6 cl Vodka
- 1,5 cl frischer Limettensaft
- 3 cl Vanille-Sirup
- 2 ganze Passionsfrüchte
- Champagner
Zubereitung
Die Passionsfrüchte halbieren, Fruchtfleisch aus drei Hälften mit den anderen Zutaten (außer Champagner) in den Shaker auf Eis gebe und kräftig schütteln. Doppelt in eine Coupette abseihen und mit der vierten Passionsfrucht-Hälfte garnieren. Dazu Champagner als Side im Shotglas zum Cocktail servieren.
Pornstar Martini (mit Fruchtpüree)
- 4,5 Vanille-Vodka
- 1,5 cl Passionsfruchtlikör (z.B. Passoa)
- 3 cl Passionsfruchtpüree
- 1,5 cl Limettensaft
- 1,5 cl Vanillesirup
Zubereitung
Alle Zutaten (bis auf den Champagner) auf Eis shaken und in eine Coupette abseihen. Optional mit meiner halben Passionsfrucht garnieren und Champagner als Side im Shotglas servieren.
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