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© Kristina Mitrovic-Schwomma

Teurer Kaffee, aber mit gutem Gewissen?

Kaffee
Trend
Preiserhöhung
Supermarkt
Peru

Die Kaffeepreise steigen rasant und die Ursachen reichen von Klimawandel bis zu Marktinstabilität. Ein neues Fairtrade-Projekt von SPAR bringt nicht nur hochwertigen Hochlandkaffee aus Peru nach Österreich, sondern stärkt auch Frauen-geführte Farmen.

Kaffee ist für viele Österreicher:innen ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Doch in den letzten Jahren wurde das beliebte Heißgetränk spürbar teurer. Inmitten dieser Herausforderungen setzt ein neues Fairtrade-Projekt von SPAR, REGIO und Frauenkooperativen aus Peru ein starkes Zeichen für fairen Handel und nachhaltige Landwirtschaft.

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Warum Kaffee teurer wird

Die Produktionskosten für Kaffee sind in den letzten zwei Jahren drastisch gestiegen. Ursachen dafür sind unter anderem klimatische Veränderungen, teurere Rohstoffe und gestiegene Energiekosten. Der globale Kaffeehandel steht unter Druck: Die Finanzierungsmöglichkeiten für Produzenten sind knapper geworden, Lieferketten geraten ins Stocken und der Rohkaffee-Preis hat ein Allzeithoch erreicht. Gerade für Kleinbäuer:innen ist das eine enorme Herausforderung.

Hier setzt Fairtrade an. Die Organisation bietet Kaffeebäuer:innen nicht nur einen stabileren Mindestpreis, sondern auch Prämien für Investitionen in nachhaltige Projekte. »Es geht nicht um Spenden, sondern um Investitionen in die Zukunft der Bauernfamilien«, erklärt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. »Durch die Fairtrade-Prämien (20 US-Dollar pro 45,5kg-Sack) können Kooperativen Klimaanpassungsmaßnahmen umsetzen, die Produktivität steigern und ihre Lebensbedingungen verbessern.«

Women Empowerment aus Peru

Angesichts dieser Herausforderungen geht SPAR gemeinsam mit Fairtrade einen Schritt weiter. Die Kooperation bringt einen neuen Kaffee auf den Markt: den »Café de Mujeres« (100 Prozent Arabica aus Peru, ab Frühjahr 2025 erhältlich). Er stammt aus zwei von Frauen geführten Kooperativen in der peruanischen Region Junín und wird in Österreichs Rösterei REGIO veredelt.

v.l.n.r. Maria Eugenia Echeverria, Iris Grieshofer, Sebastiana Pastrana, Sarah Berger, Almudena Boza Galdos
©SPAR_wearegiving
v.l.n.r. Maria Eugenia Echeverria, Iris Grieshofer, Sebastiana Pastrana, Sarah Berger, Almudena Boza Galdos

»Die Frauen aus Peru leisten unglaubliche Arbeit unter schwierigen Bedingungen. Ihre Begeisterung für Kaffee, ihr Wissen und ihr Qualitätsbewusstsein haben uns fasziniert. Dieser Kaffee ist nicht nur geschmacklich herausragend, sondern erzählt auch eine Geschichte von Mut, Unabhängigkeit und fairen Chancen,« so Iris Grieshofer, Geschäftsführerin von REGIO. Durch die Fairtrade-Prämien finanzieren die Kooperativen Bildungsprogramme, technische Schulungen und Aufforstungsprojekte. Besonders innovativ ist die Idee, Waldbäume anzupflanzen: Sie bieten nicht nur Schutz für die Kaffeepflanzen, auch die gefallenen Blätter unterdrücken heranwachsendes Unkraut und schützen damit die Felder. Die Bäume liefern zudem wertvolles Baumaterial.

Auch die peruanische Botschafterin Maria Eugenia Echeverria hebt hervor, dass Peru ein wichtiger Akteur auf dem weltweiten Kaffeemarkt ist: »Wir sind Marktleader für Bio-Kaffee. Letztes Jahr exportierten wir Kaffee in 58 Länder der Welt und erwirtschafteten damit einen Umsatz von über einer Milliarde Euro (BIP von 3,8 Prozent). Eine halbe Million Familien leben vom Kaffeeanbau. Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Frauen nicht nur im Anbau, sondern auch im Management Verantwortung übernehmen.«

©SPAR_wearegiving

Kaffee mit Verantwortung

Und die Nachfrage nach fairem Kaffee steigt: 8,9 Prozent des gesamten Kaffeemarktes in Österreich entfallen mittlerweile auf Fairtrade-Produkte. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen könnte dieser Anteil weiter steigen. Denn immer mehr Menschen legen Wert darauf, nicht nur hochwertigen Kaffee zu trinken, sondern auch die Menschen hinter dem Produkt zu unterstützen.

Also ja, Kaffee wird teurer. Doch wer sich für Fairtrade entscheidet, sorgt dafür, dass die Preissteigerungen nicht nur den Zwischenhändlern zugutekommen, sondern direkt in nachhaltige Projekte vor Ort investiert werden.


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Kristina Mitrovic
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