Von Veltliner bis Natural Wine: Das sind die BOKU-Weine 2026
Seit 17 Jahren zeichnet die BOKU University Nachwuchswinzer:innen aus. Heuer gingen die Preise unter anderem ins Weinviertel und an die Mosel.
Die BOKU hat ihre offiziellen Jahrgangsweine 2026 gekürt. Insgesamt 30 Studierende nahmen am Wettbewerb teil. Verkostet wurden Weiß-, Rot- und Natural Wines sowie internationale Weine.
Seit mittlerweile 17 Jahren bietet die Universität angehenden Winzer:innen eine Bühne. Viele Teilnehmer:innen verbinden dabei praktische Erfahrung aus den Familienbetrieben mit wissenschaftlichem Wissen aus dem Studium. Neben dem Bachelorstudium der Agrarwissenschaften bietet die BOKU seit 2015 auch das internationale Masterprogramm »Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft« an.
Die 40-köpfige Jury unter Leitung des BOKU-Absolventen und »Vinaria«-Redakteurs Rüdiger Pröll verkostete insgesamt 30 Weine. Prämiert wurden schließlich vier Sieger:innen in unterschiedlichen Kategorien.
Glückliche Gewinner:innen
In der Kategorie Weißwein gewann Elisabeth Pölz mit einem Grünen Veltliner des Weinbaus Judith und Werner Pölz aus Unterretzbach im Weinviertel. Den Preis für den besten Rotwein erhielt Thomas Honsig für eine Cuvée aus dem Familienweingut Honsig. Bei den internationalen Weinen setzte sich Justus Bartz mit einem Riesling von der Mosel durch. In der Kategorie »Raw and Natural Wines« gewann Lea Linhart mit einer Cuvée aus Welschriesling, Rotem Traminer und Grünem Veltliner.
ÖH-Vorsitzende Julie Hartmann betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung des Wettbewerbs für junge Winzer:innen. »Die Auszeichnung würdigt herausragende Qualität und Nachhaltigkeit und macht studentische Mitgestaltung sichtbar«, so Hartmann.
Auch der Traubensaft des Jahres wurde gekürt. Die Entscheidung trafen diesmal Schüler:innen der Volksschule II Tulln. Gewonnen hat Viktoria Bayer mit einem weißen Bio-Traubensaft vom Weinbau Roman Bayer.
Motivierter Nachwuchs
Die prämierten Produkte werden künftig mit dem BOKU-Wein- und Saftsiegel im ÖH-Shop an der Wiener Türkenschanze verkauft. Institutsleiterin Astrid Forneck lobte die Teilnehmer:innen: »Es ist jedes Jahr wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut und Fachwissen die Studierenden und Absolvent:innen in ihre Produkte stecken.«
Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem der Josef-Pleil-Preis der Österreichischen Hagelversicherung vergeben. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ging an Andreas Gallaun für seine Arbeit über künstliche Intelligenz im Präzisionsweinbau und die automatisierte Erkennung von Rebkrankheiten.