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Waldorf-Salat: Hier schmeckt der Klassiker am besten

Den unvergleichlichen Waldorf-Salat genießt man am besten dort, wo er einst erfunden wurde. Wer den Weg in den Big Apple scheut, kann sein Pendant im Berliner »Waldorf Astoria Hotel« genießen.

Als Oscar Tschirky Ende des 19. Jahrhunderts in New York den Waldorf-Salat erfand, konnte die Tragweite dieses Erfindungsstreichs noch niemand ahnen. Über hundert Jahre später steht die Bedeutung des nach dem »Waldorf Astoria Hotel« benannten Salat nicht mehr infrage: die Mischung aus Apfel, Sellerie, Walnuss und Sauce Chantilly (Mayonnaise verdünnt mit Sahne) ist zu Recht eine der beliebtesten Salatzubereitungen. Hier treffen Geschmacksnoten aufeinander, die einfach harmonieren: Cremigkeit hält Crunsch, Fett der Säure die Waage. Allerdings ist der Salat auch nicht unkontrovers: nicht jeder weiß die Kombination aus Apfel und Mayonnaise zu schätzen, was allerdings bei der Fülle des Angebots an schlecht zubereiteten Waldorf-Salat kein Wunder ist.

Wohin aber soll man sich wenden, um einmal die Geschmacksharmonie dieses Klassikers zu erleben? Am besten geht man dafür zurück an die Ursprünge, also an den Ort, an dem der Salat erfunden wurde: ins »Waldorf Astoria Hotel«. Glücklicherweise ist dafür allerdings keine Reise in den Big Apple nötig, denn das »Waldorf Astoria Berlin« bereitet den Salat nach dem gleichen Rezept zu, wie das New Yorker Pendant. 

Salat mit umstrittenem Suchtpotenzial

Im »ROCA« Restaurant, das nach einer kurzen Pause wieder Küchenchef Daniel Behrendt führt, gibt es einen Waldorf-Salat, der dem Namen alle Ehre macht: Apfel, Sellerie und Chicorée werden hier von einer herrlich reichhaltigen Sauce ummantelt, die Walnüsse steuern Knusprigkeit bei. Erst, wenn einmal eine wirkliche gute Zubereitung dieses Salats probiert hat, entfaltet sich das Suchtpotenzial, das dem Rezept schon immer innewohnt.

Zum Glück gibt es im »ROCA« noch eine Reihe anderer guter Vorspeisen, mit denen man sich trösten kann, wenn der Waldorf-Salat aufgegessen ist: besonders überzeugen kann dabei ein Brokkoli-Halloumi-Salat mit Granatapfelkernen. Sumach und Sesam tun für ein gesundes und gleichzeitig befriedigendes Mittagessen ihr Übriges.

Chefs Daily Special

Auch sehen lassen können sich die Falafel, hier serviert mit minzigem Joghurt und Baba Ganoush, wobei es in Berlin schwierig ist, eine Version dieses Gerichts anzubieten, die wirklich bedeutend besser ist, als die vom Imbiss um die Ecke.

Weniger überzeugen Hauptgerichte wie das Kikok-Hähnchen auf libanesische Art, das etwas trocken und fad daherkommt. Hier sollte man sich eher an Klassiker wie das aromatische Club-Sandwich erhalten.

In erster Linie sollte man auf der schönen Terrasse an der Hardenbergstraße allerdings wirklich für die Salate Platz nehmen. Von 11.30 bis 16 Uhr lockt dazu auch noch das Chefs Daily Special: Ein Salat und ein Sandwich bekommt man für 15 Euro. Ein angenehmeres Mittagessen wird man in direkter Ku’Damm Nähe kaum finden.


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Maria Wollburg
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