Zum Schutz der Kinder: Großbritannien führt Werbeverbot für Junk-Food ein
Ab Jänner 2026 gilt in Großbritannien ein umfassendes Verbot für Werbung ungesunder Lebensmittel im Fernsehen und Internet. Ziel ist es, Kinder besser vor gesundheitlichen Risiken zu schützen.
In Großbritannien ist mit 5. Jänner ein Werbeverbot für Junk-Food-Produkte in Kraft getreten. Ziel dieses Verbotes ist es, Kinder besser vor Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzgehalt zu schützen. So möchte man der steigenden Kinderfettleibigkeit entgegenwirken.
Im Fernsehen dürfen entsprechende Produkte nur noch nach 21 Uhr beworben werden. Für das Internet gilt ein deutlich strengerer Zugang: Online-Werbung für ungesunde Lebensmittel ist grundsätzlich verboten – unabhängig von Uhrzeit oder Plattform. Betroffen sind unter anderem Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Chips, Fast Food sowie viele stark verarbeitete Fertigprodukte.
Präventive Wirkung
Die britische Regierung rechnet damit, dass Kinder dadurch weniger Kalorien konsumieren. Langfristig sollen Tausende Fälle von Übergewicht verhindert und die öffentlichen Gesundheitskosten gesenkt werden. Grundlage ist ein Nährwertmodell, das Lebensmittel nach ihrem Gehalt an Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren bewertet.
Kritik kommt aus der Werbe- und Lebensmittelbranche. Gesundheitsorganisationen hingegen begrüßen das Verbot als wichtigen Schritt, da Kinder besonders empfänglich für Werbung seien und früh geprägte Essgewohnheiten oft bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.