Die Main-Metropole scheint für internationale Hotelkonzerne eine attraktive Adresse zu sein. Erst vor wenigen Wochen hat im Stadtteil Sachsenhausen das »Kennedy 89« seine Pforten eröffnet, ein schickes Full-Service-Hotel aus der Hyatt Collection. Und wo man das müde Haupt luxuriös zur Ruhe betten kann, sollte man auch gut essen können. Das funktioniert bestens im hoteleigenen Restaurant, einer modern durchgestylten Location mit kosmopolitischer Atmosphäre, in der man sich beim freundlichen jungen Service gut aufgehoben fühlt. Die Küche bewegt sich gekonnt in der levantinischen Geschmackswelt und bietet an, ab zwei Personen das Sharing-Menü in drei oder vier Gängen zu bestellen. Die farbenfrohen und herrlich aromatischen Gerichte kommen in kleinen Schüsseln oder auf Tellern arrangiert, die Auswahl an Klassikern der levantinischen Küche lässt kaum Wünsche offen. Der perfekte Einstieg sind das Baba Ghanoush, ein Dip aus gebackenen, pürierten Auberginen, und ein erstklassiges Hummus, verfeinert mit Nussbutter und Aprikosen-Harissa. Wer ein bisschen mehr Schärfe möchte, bestellt das feinwürzige Kürbis-Muhammara mit Granatapfel-Molasse und Walnüssen. Danach ist man geschmacklich bestens auf die levantinische Kulinarik konditioniert, die mit einer aromatischen Maronen-Créme zur Lamm-Krokette auftrumpft, dem bissfesten Oktopus mit Wassermelone einen Frischekick mitgibt und das pulled Lamm-Shawarma mit Tahina-Joghurt, grüner Harissa und Gemüse serviert. Für die Frankfurter Gastro-Szene ist das Restaurant eine echte Bereicherung und ein guter Tipp für alle, die geschmacklich ein bisschen Tausendundeine Nacht erleben möchten.