Thai Isaan Restaurant
Bei akutem Fernweh bringt ein Besuch beim Thailänder um die Ecke nicht immer die erhoffte Linderung. Zu oft sind die industriell gefertigten Frühlingsrollen zäh und schmecken die Currys nach Einheitsbrei. Nicht so im schmucken «Thai Isaan Restaurant» in Schaffhausen. Im Sommer speist man in einem lauschigen Innenhof, bedient wird man vom überaus freundlichen und aufmerksamen Personal. In der offenen Küche herrscht Hochbetrieb, da alle Speisen frisch vor Ort zubereitet werden. Das schmeckt man – etwa bei der Vorspeisenplatte mit Frühlingsrollen, Crevetten-Tempura und Papayasalat Som Tam. Knackiges Gemüse und knusprige Panade, pikante Erdnuss- und süssliche Chili-Sauce treffen bei diesem gelungenen Auftakt aufeinander. Der scharf-saure Salat ist mit grünen Bohnen, Karottenstreifen und gerösteten Erdnüssen angereichert, die typische Fischsauce bleibt angenehm im Hintergrund. Aufpassen sollte man bei der Angabe des Schärfegrads: Die Tom-Yam-Suppe ist eine Geschmacksbombe, feuert aber so richtig. Milder ist das Panaeng-Curry, im goldenen Pfännchen über einem Rechaud serviert. Es überzeugt mit feinen Aromen und einer ausgewogenen Schärfe. Wie alle Gerichte ist auch der Klassiker Pad Thai hübsch angerichtet: Das authentisch zubereitete Nudelgericht liegt in einem Bambuskörbchen, daneben geschickt geschnitztes Gemüse. Zu trinken gibt es nicht nur thailändisches Bier, sondern auch eine Auswahl an Schaffhauser Wein – ein kühler Blauburgunder-Rosé passt bestens. Genesung für allenfalls von Schärfe geplagte Gaumen bringt die erfrischende Ananas-Glace, die stilecht in der ausgehöhlten Frucht daherkommt. Fazit: ein Geheimtipp, den es sich zu merken gilt.