7 Mythen um Proteine: Was wirklich stimmt
Nur für Pumper:innen? Von wegen. Proteine sind unverzichtbar – und das nicht nur im Gym. Warum der Nährstoff unterschätzt wird, wo Mythen in die Irre führen und wer wirklich davon profitiert.
Ob im Fitnessstudio, auf Social Media oder im Supermarktregal – High Protein ist überall. Der Trend verspricht mehr Muskeln, weniger Heisshunger und eine bessere Ernährung. Doch wer braucht überhaupt zusätzliche Proteine? Und ab wann sind sie überflüssig? Hier sind sieben Mythen über Proteine.
Wer noch mehr über dieses Thema wissen möchte, findet in unserem Artikel «High Protein: Hype oder echter Gesundheitsvorteil?» weitere Facts.
«Protein ist nur für Sportler:innen wichtig.»
Falsch: Aminosäuren sind an unzähligen Prozessen im Körper beteiligt: Immunabwehr, Hormone, Enzyme, Zellreparatur – nicht nur am Muskelaufbau.
«Ich nehme sowieso genug Protein zu mir.»
Nicht zwingend: Wer viel Fertigprodukte, Weissbrot und wenig frische Lebensmittel konsumiert, liegt oft unter dem empfohlenen Tagesbedarf – besonders ältere Menschen, Jugendliche in der Wachstumsphase oder Menschen mit wenig Appetit.
«Proteinreiche Ernährung macht automatisch Muskeln.»
Schön wär's: Studien zeigen zwar Effekte selbst ohne Training – aber Muskelaufbau braucht Reiz, sprich Bewegung. Ohne Aktivität wird Protein nur zur Energiequelle.
«Zu viel Eiweiss schadet den Nieren.»
Für Gesunde unbelegt: Es gibt keine klaren wissenschaftlichen Belege für eine Schädigung der Nieren bei gesunden Menschen mit hohem Eiweisskonsum.
«Kinder brauchen keine Proteinprodukte.»
Richtig: Kinder und Jugendliche decken den Bedarf in der Regel über normale Lebensmittel. Spezielle Proteinprodukte braucht es frühestens ab der Adoleszenz – und nur bei Bedarf.
«Zu viel Eiweiss wird einfach ausgeschieden – bringt also nichts.»
Halbwahrheit: Der Körper scheidet überschüssiges Eiweiss zwar aus – aber erst, nachdem er das verwertbare Eiweiss genutzt hat. Bei Mangelernährung, Krankheit oder Sport kann der Bedarf höher liegen.
«Mit ausgewogener Ernährung brauche ich keine Proteinprodukte.»
Richtig – theoretisch: Wer frisch kocht, abwechslungsreich isst und genügend Zeit für ausgewogene Mahlzeiten hat, kann den Bedarf gut decken – ganz ohne Proteinpulver und Co.
HIGH PROTEIN: HYPE ODER ECHTER GESUNDHEITSVORTEIL?