Aperol Spritz Index 2025: Wo das Sommergetränk am wenigsten kostet
In welcher europäischen Stadt ist der Aperol Spritz am günstigsten und wo wird er zum »Luxusgut«?
Ein Blick in die europäische Urlaubssaison 2025 offenbart nicht nur Unterschiede in Klima, Kultur und Küste, sondern auch im Preis für ein ganz bestimmtes Getränk: den Aperol Spritz. Der sogenannte »Aperol-Spritz-Index« von Eurochange untersucht jährlich, wie viel der orangefarbene Aperitif an beliebten Urlaubszielen kostet. Die Ergebnisse dieses Jahres zeigen: Die Preisspanne ist so groß wie nie.
Zwischen zwei und 21 Euro
Die größte Überraschung gleich vorweg: In Italien liegen sowohl die günstigsten als auch die teuersten Orte für einen Aperol Spritz. Während man in Neapel im Durchschnitt nur zwei Euro für das Getränk zahlt, werden in Mailand bis zu 21 Euro fällig. Damit ist Mailand nicht nur italienischer, sondern europäischer Spitzenreiter im Hochpreissegment. Dazwischen liegen 37 weitere Orte, deren Preise sich stark unterscheiden. Die Analyse berücksichtigt Bars in 39 europäischen Städten, wobei Durchschnittspreise aus mehreren Lokalitäten herangezogen wurden.
Hier kostet der Aperol Spritz weniger als ein Kinoticket
Laut Index sind es vor allem Städte in Südeuropa, in denen Aperol-Liebhaber:innen auf ihre Kosten kommen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Die Top-5 der günstigsten Orte:
- Neapel, Italien – 2 Euro
- Palermo, Italien – 3,66 Euro
- Varna, Bulgarien – 4,77 Euro
- Burgas, Bulgarien – 4,91 Euro
- Marmaris, Türkei – 5,16 Euro
Auch in Saranda (Albanien), Kefalonia (Griechenland) oder Gran Canaria (Spanien) bleibt der Preis unter oder knapp über sieben Euro. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich dann in den klassischen Städtereisezielen und auf Luxusinseln. Neben Mailand (Ø 16,66 Euro, Spitze bei 21 Euro) liegt auch Rom mit 13,83 Euro weit oben. Interessant ist auch, dass sehr exklusive Ziele wie Mykonos oder Santorin nicht automatisch die höchsten Aperolpreise haben. Wer sich dort umschaut, kann mitunter günstiger wegkommen als etwa in Berlin oder Zürich.
Inflation, Image und Instagram
Dass der Preis für Aperol Spritz in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, liegt nicht nur an der Inflation. Das Getränk hat sich in vielen Urlaubszielen zu einem Lifestyle-Produkt entwickelt – oft serviert mit Aussicht, Markenglas und Social-Media-Potenzial. Der Blick auf den Dom in Mailand kostet eben mitunter genauso viel wie der Drink selbst. Zudem lassen sich Bars und Restaurants den »Markenwert« des Spritz gerne bezahlen. Der Aperitif ist längst ein Symbol für das sommerliche Lebensgefühl – und damit für viele mehr als nur ein Mischgetränk aus Prosecco, Soda und Aperol.