Deutschland gewinnt »Made in GSA Competition«
Im zweiten Cocktailwettbewerb für Österreich, Deutschland und die Schweiz war André Pintz mit seinem »Wedding in the forest« siegreich.
In der Münchner Cortiina Bar stieg das große Finale des Cocktailwettbewerbs Made in GSA (Germany, Switzerland, Austria) Competition. Vor der ebenso kritischen wie fachkundigen Jury wurde geschüttelt, gerührt, gemixt, dekoriert und degustiert. Am Ende konnte der Deutsche André Pintz die Branchengrößen Yared Hagos (G), Markus Blattner (S), Erich Wassicek (A) und den Münchner Sternekoch Tohru Nakamura mit seinen Drinks »Wedding in the forest« und »The Burning Huntsman« überzeugen. André Pintz wird im Juli als Botschafter von Made in GSA zum Cocktail Festival »Tales of the Cocktail« nach New Orleans reisen.
Angetreten waren 13 Finalisten, darunter eine Barmaid, die sich zuvor mit zwei Rezepten zu einem Long- und einem Short-Drink und den dazu passenden Geschichten aus insgesamt 166 Rezepturen hervorgetan hatten. Für alle galt die Voraussetzung, hauptsächlich auf regionale Zutaten zurückzugreifen, also Zutaten, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz hergestellt werden.
Mit Geschichten aus dem Wald aufs Siegertreppchen
Das beste Händchen beim Kreieren und Präsentieren seiner Cocktails vor der Jury hatte schliesslich André Pintz. Er ist Bartender im Steigenberger Grandhotel Handelshof in Leipzig. »Ich bin noch immer fassungslos, dass ich wirklich gewonnen habe. Ein sehr schöner Wettbewerb bei dem neben aller Konkurrenz immer noch die Kollegialität und ein tolles Miteinander im Vordergrund standen«, sagt Sieger André Pintz. »Es war toll, vor einer solch hochkarätigen Jury zu mixen. Drei solch große Namen im europäischen Barbusiness, komplettiert mit einem Sternekoch der noch einmal eine ganz andere Sicht auf Aromen und Komposition hat, war eine tolle Herausforderung.«
Zweiter wurde der Österreicher Hubert Peter mit seinen Drinks »The Spirit Never Dies« und »Jeanny«. Er ist Bartender in der Wiener Bar »Die Au«. »Ein sensationeller Wettbewerb, der tolle Möglichkeiten bietet und mit dem Cortiina Hotel in einer hervorragenden Location stattfand. Der Gesamteindruck ist einfach der eines perfekten Wettbewerbs«, sagt Hubert Peter. Für ihn geht es im Oktober gemeinsam mit einer Begleitperson zur Verleihung der Mixology Bar Awards sowie im Anschluss zum Bar Convent Berlin – dem wichtigsten Termin der internationalen Bar- und Getränkeindustrie in Deutschland.
Den dritten Platz belegen die Drinks »Peenewiesen« und »Grape Lips« von Marian Krause aus der Spirits Bar in Köln. Mit seinem so gewonnenen Gutschein im Wert von 500 Euro kann er bei www.cocktailian.de ausgiebig Barzubehör shoppen. »Viele spannende Drinks und Ideen, die man heute beobachten durfte, und eine tolle Möglichkeit neue und interessante Kollegen zu treffen«, freut sich Marian Krause.
Der Sieg in der Sonderkategorie und die Meehan Bar Bag gehen nach Berlin
Neu in diesem Jahr ist die Einführung einer wechselnden Sonderkategorie, die bei der Competition am 17. Februar ganz im Zeichen von »Vodka & Korn« stand. Im Vorfeld konnten sich vier Finalisten mit ihren Rezeptideen rund um diese beiden Spirituosen qualifizieren. Besonders Christian Kern, Bartender in der Berliner Saphire Martini Lounge, zeigte mit seinem Drink »Peat Bog Punch«, wie vielseitig Vodka und Korn sein können.
Jury und Veranstalter blicken auf gelungenen Wettbewerb zurück
»Wir erleben derzeit einen regelrechten Boom bei hochwertigen heimischen Spirituosen und Getränken. Sie müssen den Vergleich mit internationalen Bestsellern nicht scheuen, wie die Made in GSA Competition gezeigt hat«, sagt Helmut Adam, Gründer und Herausgeber des Magazins Mixology, der den Wettbewerb ins Leben gerufen hatte.
»Ein fantastischer Wettbewerb, bei dem wirklich alle Cocktails gepasst haben und sich wirklich nur in Nuancen unterschieden haben. Es war eine Freude, hier als Juror dabei zu sein«, meinte Jurymitglied Erich Wassicek aus der »Halbestadt Bar« in Wien. Auch Juror Yared Hagos aus der Frankfurter Bar »The Parlour« ist begeistert: »Beinahe jeden Drink, den ich heute probiert habe, würde ich in einer Bar ein zweites Mal bestellen«, sagt er. Sternekoch Tohru Nakamura, der in diesem Jahr zum ersten Mal in die Jury berufen wurde, bestätigt den durchweg positiven Eindruck und ergänzt: »Alle Drinks waren auf einem sehr hohen Niveau und es ist toll zu sehen, dass an der Bar die Suche nach dem perfekten Genuss genau so intensiv verfolgt wird wie in der Küche.«
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http://made-in-gsa.de
(sb)