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Fasching: Münchner Wirte servieren Weißwurstkrapfen

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In München trifft süßer Krapfen dieses Jahr auf deftige Weißwurst. Kann das schmecken?

München ist jetzt nicht gerade die Hochburg des Karnevals – aber beim Essen machen die Münchner dieses Jahr Ernst. Die neueste närrische Kreation der Innenstadtwirte: der Weißwurst-Krapfen-Burger. Ja, richtig gelesen. Weißwurst trifft Krapfen. Wer sich traut, kann die ungewöhnliche Kombination am Faschingsdienstag im »Hofbräuhaus«, im »Augustiner am Dom« oder im »Augustiner Stammhaus« probieren.

Die Idee kommt von Thomas Vollmer, Wirt im »Augustiner Stammhaus«. »Ich habe mich gefragt, was typisch Münchnerisch zum Krapfen passt – und da fiel mir natürlich die Weißwurst ein«, erzählt Vollmer der dpa. Unterstützung gab es von der Traditionskonditorei Kreutzkamm. Historisch gesehen soll die Weißwurst ohnehin im Fasching entstanden sein – angeblich, weil ein erfinderischer Wirt plötzlich keine Kalbsdärme mehr hatte und kurzerhand auf größere Schweinedärme auswich.

»Mal was völlig anderes«

2026 haben die Erfinder das Konzept auf XXL skaliert: Eine Riesen-Weißwurst von zehn Zentimetern Durchmesser und 40 Zentimetern Länge landet in einem aufgeschnittenen Krapfen. Dazu ein Mix aus klassischem Münchner Weißwurstsenf und etwas schärferem Düsseldorfer Löwensenf – fertig ist der Weißwurst-Burger.

Den gibt es übrigens auch noch nach dem 12-Uhr-Läuten! »Wir haben Kühlschränke, zum Glück«, kommentiert Ranzinger. Dass Weißwurst traditionell nur vor Mittag gegessen wurde, hatte einst ganz praktische Gründe: Ohne Kühlung verdarb sie schnell. Und Konditorin Katharina Kreutzkamm-Aumüller beruhigt: Der Teig ist derselbe wie bei den süßen Krapfen, nur mit einer Spur Zucker, Vanille und Orangenschale. »Es klingt exotischer, als es schmeckt – und ja, es ist lecker. Mal was völlig anderes.«

Schon früher probierten Münchner Wirte verrückte Faschingskreationen: Leberkäs-Krapfen, Goaßmaß-Krapfen oder Wurst-Krapfen mit Ketchup und Currypulver sorgten für überraschte Gesichter – die Mischung aus Neugier und Grausen gehört offenbar eher zum Münchner Fasching als Helau und Alaaf.


Redaktion
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