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© VistaPrint/ Melanie Dreysse

Hamburgs beste Gastgeberin? Katrin Koch ist »Lokalheldin 2026«

Hamburg
Café

In Hamburg-Eppendorf beweist Katrin Koch mit ihrem Café »kropkå«, dass 50 Quadratmeter ausreichen, um eine ganze Welt aus Gastfreundschaft und Wärme zu erschaffen. Nun wurde dieser Einsatz mit dem Titel »Lokalheldin 2026« und einem Preisgeld gekrönt.

Wer das »kropkå« betritt, lässt die Hektik der Eppendorfer Landstraße hinter sich, noch bevor die Tür ins Schloss fällt. Es riecht nach frisch geröstetem Kaffee, nach gutem Brot und nach jener Art von Aufmerksamkeit, die man in Zeiten von digitaler Selbstbedienung und anonymen Ketten oft schmerzlich vermisst. Seit 2017 ist dieses kleine Lädchen für Katrin Koch mehr als nur eine Wirkungsstätte – es ist ein zweites Zuhause, in dem die Gäste nicht nur Kunden sind, sondern Teil einer Gemeinschaft.

Dass dieser persönliche Einsatz nun offizielle Anerkennung findet, ist kein Zufall. Katrin Koch wurde zur »Lokalheldin 2026« gekürt, einer Auszeichnung der Plattform »VistaPrint« in Zusammenarbeit mit der Spitzenköchin Cornelia Poletto. Der Preis ist mit einer Summe von 20.000 Euro dotiert, mit der man als Gastronomin viel bewegen kann.

Doch wer Katrin Koch zuhört, merkt schnell: Hier geht es nicht um Expansion. Es geht um den Erhalt eines Gefühls. Ihr Claim »Kaffee, Brot und Liebe« ist ein Versprechen an die Nachbarschaft. Auf gerade einmal 50 Quadratmetern hat sie einen Raum geschaffen, in dem das Zwischenmenschliche und die Zeit für einen »kleinen Schnack« ebenso wichtig ist wie die Qualität des Essens.

Die Jury, angeführt von Cornelia Poletto, würdigte mit der Preisvergabe vor allem den unternehmerischen Mut und die Standhaftigkeit in einer Branche, die aktuell von Preissteigerungen und Fachkräftemangel gebeutelt wird. Poletto, die selbst in Eppendorf verwurzelt ist, weiß um den Wert solcher Ankerpunkte.

Rückenwind für die Zukunft

Für Katrin Koch selbst ist der Gewinn eine Bestätigung dafür, dass Größe nicht in Quadratmetern gemessen wird. »Man muss kein riesiger Laden und keine große Kette sein, um etwas zu bewegen«, resümiert die Gastronomin. Die Pläne der Gewinnerin, das Preisgeld einzusetzen, sind übrigens so bodenständig wie ihr Konzept.

Den Anfang macht das Team – die Menschen, die das »kropkå« jeden Tag mit Leben füllen. Ein gemeinsames Event soll den Zusammenhalt stärken, bevor neue Außenmöbel die Terrasse für die kommende Saison verschönern. Der Rest fließt in die Rücklage – eine Entscheidung der Vernunft. Denn in der Gastronomie, so Koch pragmatisch, sei die nächste kaputte Spülmaschine meist nur eine Frage der Zeit.

Eppendorfer Weg 174
20253 Hamburg
Deutschland
Redaktion
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