Kater adé: So mixt Geri Tsai von der »Tür 7« die perfekte Bloody Mary
Der erste Tag des Jahres beginnt für viele mit einem Kater. In der Barkultur gilt die Bloody Mary seit jeher als Gegenmittel. Geri Tsai von der »Tür 7« verrät, wie sie gelingt.
Am 1. Jänner ist der Kater oft ein ungeladener Gast. Für diesen Moment hat die Barkultur seit Jahrzehnten eine Antwort parat: die Bloody Mary. Wenige andere Drinks gelten so verlässlich als Hangover-Klassiker und -Retter.
Geri Tsai, Inhaber der Cocktailbar und besten Bar Österreichs im Falstaff Barguide »Tür 7«, empfiehlt den Drink für den Neujahrstag: »Ein Klassiker ist die Bloody Mary.« Dass die Bloody Mary verlässlich als »Hangover-Cure« gehandelt wird, liegt nicht nur im Alkoholgehalt. Tomatensaft liefert Flüssigkeit und Mineralstoffe, Salz stabilisiert den Kreislauf, Schärfe regt die Durchblutung an.
In der »Tür 7« wird auf die Basis des Cocktails großen Wert gelegt. »Wir machen die Bloody Mary mit frisch pürierten Tomaten, am besten von der Rispe«, erklärt Tsai. Die Schale bleibe dran, das sorgt für mehr Konsistenz. Dazu kommen Worcestersauce, Salz, Pfeffer und Schärfe – klassisch mit Tabasco-Sauce, aber man kann auch zu diversen Chilisaucen greifen.
Vielfalt im Glas
Tsai empfiehlt, den Grunddrink vorzubereiten und eine Auswahl an Zutaten den Gästen zur Verfügung zu stellen, denn »dann kann man in der Gruppe herumexperimentieren und Neues ausprobieren.« So können statt Wodka ebenso Gin, Tequila oder Mezcal zum Einsatz kommen. Frisch geriebener Kren oder Ingwer sind ebenfalls eine Kombinationsmöglichkeit.
Entscheidend bei der Bloody Mary ist die Würzung: »Am liebsten wie in der Bar: frische Tomaten, medium gewürzt, gerne Kräuter.« Tsai verwendet vier bis fünf Basilikumblätter und frischen Oregano, alles sanft verrührt. Wichtig ist für ihn die Technik: »Die Bloody Mary gehört auf Eis gerührt. Nicht hart geshaked, weil der Tomatensaft sonst zu viel Sauerstoff bekommt.« Der Drink gehört anschließend in ein gekühltes Glas ohne Eiswürfel abgeseiht.
Übrigens: Der Alkohol im Drink hilft nur kurzzeitig gegen den Kater, indem er den Alkoholabbau aufschiebt, was den Kater aber nicht heilt, sondern nur verzögert.
Schmackhafte Garnitur
Eine Selleriestange als Garnitur sei laut Tsai, »kein Muss, aber wenn man sie dazu serviert, sollte man von der Stange die Fäden mit dem Kartoffelschäler fein runterziehen, leicht salzen und schön servieren.«
Jenen, die zum Neujahrsbrunch lieber einen Sekt oder Champagner möchten, rät er, bei der Glaswahl aufzupassen und zu einem »schönen Weißweinglas statt einer Flöte zu greifen.«