»Monkey Mixes«: Bei Whisky-Drinks schlug niemand die Salzburger
Die Cocktail-Kreationen mit dem schottischen Blended Malt »Monkey Shoulder« sind nur ein Bestandteil des Wettbewerbs »Monkey Mixes«. Dem Fünfkampf des Flüssigen stellten sich in Wiener Hotel »Ruby Lissi« acht Bartender.
Der Whisky aus dem Hause William Grant & Sons brachte den Spaß und die Mixability der schottischen Nationalspirituose wieder zurück an die Bar. Im Zeichen der orangen Affen stand auch die heurige Competition, die den Österreicher ermittelte, der zum »Camp Monkey« 2026 reisen darf. Die 3.000 Euro schwere Reise wollte auf der Rooftop-Location aber auch verdient sein.
Quiz und gutes Augenmaß
Brand Ambassador Patrick Whelan führte durch den Nachmittag, der den acht Bartendern viel abverlangte. Auf ein Quiz zu den Marken im Vertrieb von Top Spirit folgte eine Blindverkostung sowie einer der härtesten Tests: Freihändig waren die Mengen bekannte Cocktails abzumessen. Milliliter entschieden hier über die Punkte. Damit nicht genug, mussten gegen die Uhr zwei Drinks für die Jury gemixt werden, die mit einer verdunkelten Brille zu servieren waren – Geschwindigkeit und Geschmack waren gleichermaßen gefordert.
Die besten Drei aus diesem Vierkampf standen dann im Finale – und das wurde eine reine Salzburger Angelegenheit. Neben Attila Szelhoffer aus der »Burdock« stammte auch Stani Fürst (»Senns«) aus der Stadt Salzburg, während Sascha Riepl das »Ginhouse« Zell am See repräsentierte. Die Jury, angeführt vom Vorjahressieger Philipp Cortez (»Miss Saigon«), kam dann in den Genuss der ursprünglich eingereichten Cocktails mit »Monkey Shoulder«. Für Falstaff PROFI-Chefredakteur Roland Graf war ihre Komposition keineswegs eine leichte Aufgabe: »Denn der Whisky ist zwar zum Mixen geschaffen, aber man kann seine sanfte Art auch leicht übersteuern«.
Cordial mit Tomate und Kaffee
Die hausgemachten Zutaten von Fürst, Riepl und Szelhoffer gaben daher auch den Ausschlag. Dabei zog man alle Register; Riepl eröffnete mit Zirben-Cordial und der Kräuter-Sammel-Erzählung „Echo der Alpen“. Für Szelhoffers »Equinox« kam ein Blend aus ungarischen, Wachauer und schottischen Noten in den Shaker. Vom Signature Dish »Black Cod« des Salzburger Sterne-Restaurants »Senns« war die Mischung aus Tomatenwasser, Espresso und Gewürzen inspiriert, die Stani Fürst einsetzte.
Der ungewöhnliche, Umami-satte Drink brachte ihm nicht nur den Finalsieg. Er sorgte auch für einen berührenden Moment, als der 86-jährige Großvater Fürsts seinem Enkel zum Triumph gratulieren konnte.