Puristisch, frisch & mineralisch: Die Sieger des Traisental DAC Cup
Seit dem Jahrgang 2006 werden im kleinen Weinbaugebiet nördlich von St. Pölten besonders herkunftstypische Grüne Veltliner und Rieslinge als Traisental DAC vermarktet. Hier entstehen straffe Weißweine, die das Terroir des Gebiets, einzelner Orte und bester Lagen präzise widerspiegeln. Seit dem 1. März sind die Klassiker aus dem Jahrgang 2024 verfügbar, die Reserven folgen ab 1. Juli.
Die Rieden des Traisentales werden vom Grünen Veltliner dominiert, mit 62 Prozent der insgesamt 861 Hektar großen Rebfläche sind fast zwei Drittel mit der weißen Nationalsorte bedeckt. Kein anderes Weinbaugebiet zeigt eine derart starke Präferenz, die sich hier durch Kleinklima und Geologie erklärt. Die zweitwichtigste weiße Sorte, der Riesling, steht dazu im Verhältnis eins zu zehn, nur 6,4 Prozent der Weingärten – aktuell sind es ganze 55 Hektar – produzieren die pfirsichduftige Edelsorte.
Die DAC-Herkunftsweine werden ausschließlich aus diesen beiden Weißweinsorten erzeugt, gegliedert werden sie in Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Dazu gibt es zwei Großlagen, eine westlich des Traisenflusses namens Parapluiberg, die andere namens Venusberg liegt östlich der Traisen. Charakterisiert werden die DAC-Weine durch ihre Geradlinigkeit und Präzision im Sortenausdruck, was dem meist höheren Kalkgehalt in den Böden zu verdanken ist. Die Weine besitzen eine lebendige, straffe Säurestruktur, zu den feinen Fruchtnuancen von Kern- und Steinobst gesellen sich je nach Bodenbeschaffenheit auch mineralische und feinwürzige Komponenten beim Veltliner und salzige Noten beim Riesling.
Auch heuer waren die Traisentaler Winzer eingeladen, den jüngsten Jahrgang der DAC-Weine aus Grünem Veltliner und Riesling zu präsentieren. Gegliedert wurden die Vertreter des Jahrgangs 2024 in Ortsweine und Gebietsweine, wobei hier auch die beiden Großlagen einbezogen wurden, und als Spitzengruppe die Weine mit Riedenbezeichnung, die ab dem 1. März auf den Markt kommen dürfen. Aus dem Jahrgang 2023 wurden Weine der Kategorie DAC Reserve beurteilt.
Stetiges Wachstum
Insgesamt wurden 102 Weine für den Falstaff-Traisental-Cup eingereicht, mehr als in den beiden Vorjahren. Ein Trend, der einer ständig wachsenden Qualität im Traisental durchaus gerecht wird. Immer wieder tauchen hier neue Namen auf, junge Winzer, die sich mit ihren Weinen einen Namen machen – eine ebenso erstaunliche wie positive Entwicklung in diesem relativ kleinen Anbaugebiet. Auch die einst recht schlanke Spitze verbreitert sich zusehends, und damit verbunden steigt die Zahl der Namen der Produzenten, die sich auf den besten Weinkarten wiederfinden ebenfalls weiter an.
Kommen wir zu den ansehnlichen Ergebnissen: Unter den Riedweinen 2024 wurde der Grüne Veltliner Ried Rosengarten von Weinkultur Preiß mit 94 Punkten zum Traisental-Cup-Sieger gekürt, gleich dahinter platzierten sich das Winzerhaus Hans Schöller mit dem Ried Sonnleithen und der Ried Zwirch Konglomerat vom Bioweingut Kattner.
Bester Riesling mit Lagenbezeichnung und damit ebenfalls Traisental-Cup-Sieger ist der Riesling Traisental DAC Ried Sonnleithen Terrassen von Weingut Karl Brindlmayer vor dem Ried Zwirch vom Winzerhof Weissinger und dem Ried Rosengarten vom Weingut Brachmann.
Das Weingut Tom Dockner stellt mit dem Grünen Veltliner Traisental DAC 2023 Ried Hochschopf 1ÖTW den besten gereifteren Wein, als bester Riesling 2023 ging Ried Pletzengraben von Weinkultur Preiß durch Ziel. In der Kategorie Gebietswein und Ortswein stellte Herwald Hauleitner mit dem Venusberg 2024 den besten Grünen Veltliner und den attraktivsten Riesling der Gruppe präsentierte Markus Huber mit Getzersdorf Engelsberg.