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Vegan leben – gar keine so neue Idee

Vegan leben – gar keine so neue Idee
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Veganismus ist gar nichts Neues

Vegan
vegetarisch

Es gibt etliche Beispiele für einen Fleischverzicht in der Geschichte.

In der heutigen Zeit wird Veganismus oft als moderner Trend betrachtet, der im Zuge des wachsenden Bewusstseins für Gesundheit, Tierwohl und Umweltschutz an Popularität gewinnt. Doch die Praxis des Fleischverzichts und sogar die Ablehnung tierischer Produkte hat tief verwurzelte historische Wurzeln, die weit in die Geschichte der Menschheit zurückreichen. Wir wollen hier einige bemerkenswerte Beispiele des Veganismus und Vegetarismus durch die Jahrhunderte unter die Lupe nehmen:

Das antike Indien und der Ahimsa-Grundsatz

Im antiken Indien wurde der Vegetarismus durch den Ahimsa-Grundsatz geprägt, der Gewaltlosigkeit gegenüber allen lebenden Wesen predigt. Dieses Prinzip ist tief in den Religionen des Hinduismus, Buddhismus und Jainismus verankert. Insbesondere im Jainismus wird eine strenge Form des Vegetarismus praktiziert, die oft als frühe Form des Veganismus angesehen werden kann, da sie den Konsum jeglicher Produkte, die Lebewesen Schaden zufügen könnten, ablehnt.

Pythagoras und die pythagoreische Lebensweise

Der griechische Philosoph Pythagoras, der im 6. Jahrhundert v. Chr. lebte, ist bekannt für seine Beiträge zur Mathematik. Doch er und seine Anhänger praktizierten auch eine Form des Vegetarismus, die auf der Überzeugung basierte, dass alle Lebewesen eine Seele haben und daher Respekt verdienen. Diese Lebensweise umfasste den Verzicht auf Fleisch und kann als eine der frühesten bekannten Formen des Vegetarismus in der westlichen Welt betrachtet werden.

Der Vegetarismus im antiken Rom

Einige römische Philosophen, darunter Seneca und Plutarch, äußerten sich kritisch über den Fleischkonsum. Plutarch argumentierte in seinen Schriften gegen die Grausamkeit der Fleischproduktion und betonte die moralischen und gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Ernährung.

Christentum und Fastenpraktiken

In der christlichen Tradition gibt es lange Fastenperioden, in denen der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte gefordert wird. Diese Praktiken, insbesondere während der Fastenzeit vor Ostern, zeigen, dass der Verzicht auf Fleisch tief in religiösen und spirituellen Praktiken verwurzelt ist.

Die Essener

Die Essener, eine jüdische Sekte, die um die Zeitenwende lebte, praktizierten eine strenge Form des Vegetarismus. Sie waren bekannt für ihren einfachen Lebensstil, der den Verzicht auf Fleisch und Wein sowie das Teilen von Gemeinschaftsgütern umfasste.

Der Vegetarismus in der Renaissance

Während der Renaissance gab es in Europa eine Wiederbelebung des Interesses an vegetarischer Ernährung, teilweise beeinflusst durch die Wiederentdeckung antiker Texte. Leonardo da Vinci, der für seine vielfältigen Talente bekannt ist, wird oft zitiert als jemand, der sich für die Rechte der Tiere einsetzte und möglicherweise selbst Vegetarier war – ganz genau kann das heute aber nicht mehr gesagt werden.

Moderne Bewegungen

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert begannen sich vegetarische und vegane Bewegungen zu formieren, die sich für Tierrechte, Gesundheit und Umweltschutz einsetzten. Die Gründung der »Vegan Society« im Jahr 1944 in England markierte einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Veganismus, indem sie einen klaren Unterschied zwischen Vegetarismus und dem Verzicht auf alle tierischen Produkte machte.

Redaktion
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