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Zimtschnecken: Die Rolle ihres Lebens

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Ultimatives Zimtschnecken-Knowhow: Wie gelingt der fluffigste Teig? Wie wird das Gebäck saftig und was macht die perfekte Fülle aus? Falstaff verrät 5 Tipps für Cinnamon Rolls, die zuhause genauso gut schmecken wie vom Bäcker.

Wenn Gerichte oder Gebäckstücke den Geschmack des Herbstes einfangen, dann ist eines davon mit Sicherheit die Zimtschnecke.  In Amerika sind sie unter als »Cinnamon Rolls« bekannt, während sie in nordischen Ländern wie unter anderem Schweden aber auch vereinzelt in Deutschland als »Kanelbullar« bezeichnet werden. Ob in den USA, in Österreich oder in Schweden – feststeht, dass das Gebäckstück bereits seit längerem auf der Erfolgswelle reitet. Nicht umsonst haben Bäckereien wie »Cinnamood« auch mit innovativem Zimtschnecken-Eis eine Möglichkeit gefunden zahlreiche Naschkatzen anzulocken.

Aber was macht diese luftigen Hefeteig-Rollen so beliebt? Ist es die wohlige Zimt-Note, die sofort spürbar ist wenn man in das ofenwarme Gebäck beißt oder doch das würzig-süßliche Aroma, das beim Backen der Schnecken in der Luft liegt? Nun ja, zuerst könnte es daran liegen, dass im Hefeteig im Prinzip weniger Butter oder Zucker verwendet werden als in der Masse für Kuchen oder Torten – daher wirken sie nicht allzu mächtig. Hinzu kommt, dass die Zimtschnecken außen leicht knusprig, aber innen weich und fluffig sind. Außerdem können die Schnecken auf viele verschiedene Arten zubereitet werden. Die Möglichkeiten reichen von der einfachen klassischen Version bis hin zu Varianten mit Frischkäseglasur, Nüssen oder sogar Früchten – feststeht: für jeden Geschmack gibt es eine passende Option. Falstaff verrät die besten Tricks, die die selbstgemachten Zimtschnecken gelingen lassen.

Der Teig gibt den Ton an

Wie bei jedem Gebäck ist die Basis, also der Teig, besonders wichtig. Im Fall der Zimtschnecken sollte dieser vor der ersten Gehzeit lange zu kneten, damit sich die Zutaten gut miteinander verbinden können. Danach sollte ausreichend ruhen können, damit sich das Gluten gut entwickeln kann. Dadurch wird der Teig elastisch und geschmeidig. Da Zimtschnecken aus Hefeteig sind, ist es hier besonders wichtig, dass die Hefe frisch ist und auch die richtige »Gehtemperatur« sichergestellt ist. Diese sollte bei etwa 37 Grad Celsius liegen.

Die wortwörtliche Hauptrolle

Der Teig sollte weder zu dick noch zu dünn ausgerollt werden. Werden die Schnecken zu dick, besteht die Gefahr, dass der Teig nicht durch wird, werden sie zu dünn geraten die Zimtschnecken zu flach und dann könnten sie schnell verbrennen. Eine Faustregel besagt, dass eine Dicke von etwa 0,5cm optimal ist. Darüber hinaus spielt auch die Fülle eine große Rolle, bei der originalen Version besteht diese aus einer Mischung aus weicher Butter, Zucker und Zimt – diese sollte möglichst gleichmäßig auf dem Teig verteilt werden, damit dieser einfach gerollt werden kann. Last but not least: Der Teig sollte sorgfältig und mit Gefühl gerollt werden, damit dieser genug Platz hat, um beim Backen aufzugehen.

Die perfekte Fülle

Die traditionelle Füllung für Zimtschnecken entsteht durch eine gelungene Mischung aus Butter, Zimt und Zucker. Hierfür sollte vor allem weiche, aber nicht geschmolzene Butter verwendet werden, auf diese Weise lässt sie sich gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verteilen. Eine Mischung aus braunem und weißem Zucker sorgt sogar für eine leichte Karamellisierung und extra Geschmackstiefe. Wichtig bei der Fülle ist, dass der Zimt großzügig dosiert wird, damit das Gebäck das charakteristische Aroma erhält. Die Fülle kann außerdem durch eine Prise Vanille oder Muskatnuss ergänzt werden.

In Form gebracht

Damit die Zimtschnecken alle eine einheitliche Form bekommen bietet sich ein Faden zum Schneiden an. Grund hierfür ist, dass der Faden, anders als das Messer, den Teig schön durchtrennt und nicht zerdrückt. Ein dünner Faden wie Zahnseide beispielsweise schneidet saubere und gleichmäßige Schnecken. Auf diese Weise bekommen alle die gleiche Größe und backen gleichmäßig. Damit sie besonders saftig werden, können die Schnecken, noch vor dem Backen in etwa 125ml Obers getränkt werden. Die Schnecken saugen sich im Ofen schließlich damit voll und werden herrlich saftig.

Die letzten Schritte

Wenn die Zimtschnecken einmal im Backrohr sind, kommt es auch da auf die richtige Temperatur an. Hier gilt das Motto: nicht zu heiß backen. Die optimale Temperatur im Backrohr liegt bei etwa 180-190°C für etwa 20–25 Minuten, oder bis sie goldbraun sind. Zu hohe Temperaturen machen sie außen zwar schnell fest, aber innen bleiben sie trotzdem roh. Wer also besonders gelungene Zimtschnecken haben möchte, sollte sich in Geduld üben.

Auch bei der Glasur gibt es noch ein oder zwei Dinge zu beachten: während die klassische Variante – eine Mischung aus Milch, Vanille und Staubzucker – eine köstliche Glasur ergibt, macht eine Glasur aus Frischkäse, Butter, Puderzucker und etwas Vanille mehr her und ist reichhaltiger. Mit diesen Tricks kann doch gar nichts mehr schief gehen – gutes Gelingen!


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Tamara Kalny
Tamara Kalny
Autorin
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