Sugus ändert Rezept – Fans kritisieren neuen Geschmack
Viele Schweizer:innen haben es sofort bemerkt: Die beliebten «Sugus» schmecken plötzlich anders. Grund ist ein neues Rezept, das der Hersteller stillschweigend eingeführt hat. Fans vermissen den Geschmack ihrer Kindheit.
Sie werden von vielen seit ihrer Kindheit heissgeliebt, die Schweizer Kaubonbons «Sugus». Doch derzeit ist die Stimmung alles andere als süss: Zahlreiche Konsument:innen beklagen einen veränderten Geschmack sowie eine neue Verpackung, die sich nur schwer öffnen lässt.
Sie verändern nicht nur Produktdetails, sondern ein Stück Kindheit, ein Stück Identität. ‹Sugus› war für viele Menschen – mich eingeschlossen – mehr als nur ein Bonbon: ein Genussmoment, Kindheitserinnerung. Durch diese Änderungen wird das, was ‹Sugus› einmal war, kaum wiedererkennbar.
– Feedback einer Kundin
Ausgelöst wurde die Debatte durch das Süsswartenportal «sweets.ch», das zahlreiche Rückmeldungn von Kund:innen erhalten hat. Viele berichten, dass die neue «Sugus»-Verpackung deutlich straffer sitzt und sich nicht mehr wie früher mit einer Drehbewegung öffnen lässt. Stattdessen müssen die überlappenden Papierenden aufgerissen werden – was in der Praxis offenbar häufig zu Frust führt. Auch das «Sugus»-Rezept scheint verändert: Konsistenz und Aroma werden von langjährigen Fans als ungewohnt beschrieben.
Das wurde geändert
Nach anhaltenden Beschwerden wandte sich «sweets.ch» direkt an «Mars Wrigley Switzerland» – und erhielt mittlerweile eine Stellungnahme. Darin bestätigt der Hersteller, dass das «Sugus»-Sortiment überarbeitet wurde. Die wichtigsten Änderungen:
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Neu glutenfrei und vegetarisch
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Einheitliches, quadratisches Format
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Fixe Geschmacksrichtungen: Ananas, Erdbeere, Kirsche, Orange und Zitrone
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Verpackung nicht mehr eingedreht, sondern eng anliegend versiegelt
Man bedaure, dass das aktualisierte Produkt nicht alle Kundinnen und Kunden überzeugen könne, heisst es seitens «Mars Wrigley». Die Kritik solle jedoch an die verantwortlichen Teams weitergegeben werden. «Sweets.ch» ruft dazu auf, weitere Meinungen einzureichen – per E-Mail oder über einen eigens veröffentlichten Facebook-Beitrag. Ziel ist es, genügend Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit der Hersteller die Kritik nicht ignorieren kann.
Dass ausgerechnet eine ikonische Marke mit fast 100 Jahren Geschichte nun an ihrem Rezept und ihrer Verpackung schraubt, polarisiert. Während einige Verständnis für Nachhaltigkeits- und Ernährungsanpassungen aufbringen, äussern andere den Wunsch nach vertrautem Geschmack.