»Don’t believe the hype« mag normalerweise ein guter Ratschlag bei der Restaurantwahl sein, doch beim »Kanal 61« gilt das Gegenteil. Der neue Hotspot überzeugt auf ganzer Linie. Die Betreiber David Eckman und Jacques Voß schaffen mit einer wundervollen Leichtigkeit ein Wohlfühl-Ambiente, das sich ebenso auf den Tellern widerspiegelt. Kennengelernt im »Café Frieda« wagten sie im August 2024 mit ihrem Restaurant am Erkelenzdamm 61 den Schritt in die Selbstständigkeit. Schon der Gastraum ist ein wahrer Traum aus dunklem Holz, Tannengrün und Chrom. Die Speisekarte hält zahlreiche kleine Juwelen bereit. Wie derzeit fast überall stehen Sahring-Gerichte im Mittelpunkt. Den Einstieg machen Snacks wie Austern mit Granatapfelsaft oder köstliche Sardinen. Ein Highlight ist der hervorragende Toast, auf dem Miesmuscheln in einer samtigen Sauce Escabeche thronen – eine wahre Gaumenfreude. Die Kombination aus geschmeidiger Sauce und intensiven Muscheln ist perfekt. Ein weiteres Highlight sind die Herzmuscheln mit schwarzen Bohnen und Chili-Crisp. Diese unerwartete Kombination entfaltet bereits beim ersten Bissen ihren vollen Charme: zarter Meeresgeschmack, sämige Bohnen, ein säuerlicher Sud und die würzige Schärfe des Chili-Crisps mit einem Hauch Knoblauch. Es folgt ein köstliche Räucheraal auf Kartoffeln und eine wunderbar angerichtete ganze Makrele, elegant kombiniert mit Beurre Blanc und einer pikanten XO-Sauce, die dem Gericht Tiefe verleiht. Die Getränkekarte legt Fokus auf Naturweine gehypter Produzenten und ergänzt das kulinarische Erlebnis perfekt, ohne extravagant zu wirken. Der herzliche, kompetente Service macht den Besuch rundum gelungen.