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Das sind die ältesten Kaffeehäuser der Welt

Kaffeehaus
Café

Goldene Säle, Jugendstil-Mosaike und Geschichten aus mehr als hundert Jahren: Viele der ältesten Kaffeehäuser der Welt existieren noch heute. Ein Blick auf legendäre Cafés von Europa bis Südamerika.

Café Procope – Paris, Frankreich

Gegründet 1686, gilt das »Café Procope« als das älteste noch bestehende Kaffeehaus in Paris. Es zog schon früh Intellektuelle, Schriftsteller und Revolutionäre an. Berühmtheiten wie Voltaire, Diderot und Napoleon Bonaparte sollen hier regelmäßig verkehrt haben. Das Café war ein Zentrum der Aufklärung und ein Treffpunkt für Diskussionen über Philosophie und Politik.

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Caffè Florian – Venedig, Italien

Das »Caffè Florian« wurde 1720 auf dem Markusplatz in Venedig eröffnet. Es ist berühmt für seine prunkvolle Innenausstattung im venezianischen Stil und gilt als eines der ältesten noch aktiven Kaffeehäuser der Welt. Literaten, Musiker und Adlige nutzten das »Florian« schon früh als Treffpunkt. Heute zieht es sowohl Tourist:innen als auch Kaffeeliebhaber:innen an, die die historische Atmosphäre erleben möchten. Einen Kaffee dort zu trinken, hat allerdings auch seinen Preis.

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Café Tortoni – Buenos Aires, Argentinien

Das »Café Tortoni« wurde 1858 eröffnet und ist das älteste Kaffeehaus in Buenos Aires. Berühmt für sein Mobiliar, die hohen Decken und historischen Gemälde, war es schon früh Treffpunkt von Dichtern, Musikern und Intellektuellen wie Jorge Luis Borges. Heute zieht es Besucher:innen aus aller Welt an.

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Caffè Gambrinus – Neapel, Italien

Das »Caffè Gambrinus« in Neapel wurde 1860 eröffnet und zählt zu den bedeutendsten Kaffeehäuser Italiens. Sein prächtiges Art‑Nouveau-Interieur mit Fresken, Stuck und Gemälden vieler zeitgenössischer Künstler versprüht den Glanz der Belle Époque. Schon früh versammelten sich hier Schriftsteller, Künstler und Musiker, heute genießen Tourist:innen und Einheimische die Atmosphäre.

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Café Central – Wien, Österreich

Das Wiener »Café Central«, eröffnet 1876, ist eines der bekanntesten Kaffeehäuser Europas. Hier trafen sich berühmte Schriftsteller und Denker wie Stefan Zweig und Hugo von Hofmannsthal. Aktuell ist das Café aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2026 geplant.

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New York Café – Budapest, Ungarn

Eröffnet 1894 im Erdgeschoss des »New York Palace«, ist das »Café New York« ein prunkvolles Gründerzeit-Kaffeehaus. Berühmt für gedrehte Säulen, opulente Stuckdecken und barock anmutende Innenräume. Über Jahrzehnte hinweg war es ein Treffpunkt von Schriftstellern und Künstlern wie Ferenc Molnár und Dezső Kosztolányi, überdauerte Kriege und Regimewechsel. Nach einer Renovierung im Jahr 2006 erstrahlt es heute wieder als historisches Kaffeehaus und Luxushotel-Café.

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Confeitaria Colombo –  Rio de Janeiro, Brasilien

Die »Confeitaria Colombo« in Rio de Janeiro wurde 1894 von portugiesischen Einwanderern gegründet und gehört zu den traditionsreichsten Cafés der Stadt. Ihr Interieur mit großen Kristallspiegeln, geschnitzten Rosenholzmöbeln und einer gläsernen Kuppel erinnert an die Belle Époque. Über Jahrzehnte entwickelte sich das Café zu einem wichtigen Treffpunkt im kulturellen Leben Rios. Bis heute werden hier monatlich zehntausende Snacks und Süßspeisen serviert. Darunter Klassiker wie Pastéis de Nata, Mil Folhas (brasilianisches Mille-feuille) oder Quindim (gebackener Kokospudding).

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Café Imperial – Prag, Tschechien

1914 öffnete das »Café Imperial« im gleichnamigen Hotel seine Türen. Wer hereinkommt, wird von bunten Mosaiken, geschnitzten Holzverzierungen und einer Mischung aus Jugendstil und Art déco begrüßt. Schon damals setzten sich Schriftsteller und Künstler an die Tische. Während des Zweiten Weltkriegs mischte sich eine andere Art von Gästen darunter: deutsche Offiziere. Heute kann man hier zwischen historischen Säulen sitzen und noch ein bisschen Belle-Époque-Flair spüren.

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Redaktion
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