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161 Liter pro Kopf: Deutschlands Kaffeemarkt auf Rekordkurs

Kaffee
Kaffeehaus

Wie genießen die Deutschen ihren Kaffee am liebsten – zu Hause oder im Café, frisch gemahlen oder klassisch aus Pulver? Ein Blick auf die aktuellen Zahlen, die Trends und die neuen Impulse, die den Kaffeemarkt in Bewegung halten.

2025 hat der deutsche Kaffeemarkt erneut seine Stärke gezeigt: Ganze Bohnen liegen im Trend, der Außer-Haus-Konsum erreicht neue Höchststände, und auch bei löslichen Varianten tut sich einiges. Während sich der Markt stabil zeigt, offenbart er gleichzeitig spannende Verschiebungen in den Konsumgewohnheiten.

Ganze Bohne als Wachstumstreiber

Laut Deutschem Kaffeeverband wurden 2025 insgesamt 193.800 Tonnen ganze Bohnen verkauft – ein neuer Höchstwert. Gleichzeitig bedeutet das allerdings, dass im gleichen Zeitraum der Absatz von gemahlenem Kaffee weiter sank, während ganze Bohnen innerhalb von zehn Jahren um rund 130 Prozent zulegten. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, sieht darin eine einfache Begründung: »Ganze Bohnen stehen für frische Zubereitung und Qualität.« Außerdem würden heutzutage viele Haushalte Vollautomaten nutzen, die speziell für ganze Bohnen konzipiert sind.

Neben Bohnen und gemahlenem Kaffee gewinnt außerdem löslicher Kaffee an Bedeutung. Neue Produkte wie löslicher Specialty Coffee oder flüssige Kaffeekonzentrate ermöglichen eine einfache Zubereitung, auch für kalte Getränke. Was für viele überraschend sein mag: Jede zehnte Tasse in Deutschland wird inzwischen mit löslichem Kaffee zubereitet.

Natürlich wird auch außerhalb der eigenen vier Wände der Kaffee genossen, und das in beachtlichen Mengen. Insgesamt 125.500 Tonnen wurden 2025 außer Haus konsumiert – ein neuer Rekord! Preibisch betont dabei: »Kaffee ist nicht nur Getränk, sondern auch Ritual und sozialer Moment. Das spiegelt sich im steigenden Konsum in Cafés, Büros und unterwegs wider.«

Ein Blick auf den Gesamtmarkt

Mit einem Durchschnittskonsum von rund 161 Litern pro Kopf bleibt Kaffee in Deutschland beliebt. Hinter der Stabilität zeigen sich jedoch klare Veränderungen: Konsumorte, Zubereitungsarten und Kaffeearten entwickeln sich weiter. Der Markt bleibt robust, aber die Vielfalt der Möglichkeiten sorgt dafür, dass er alles andere als statisch ist.


Redaktion
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