Zum Inhalt springen

Blick von der Ferdinandswarte bei Unterbergern im Dunkelsteinerwald auf die Wachau zwischen Dürnstein und Loiben.

Blick von der Ferdinandswarte bei Unterbergern im Dunkelsteinerwald auf die Wachau zwischen Dürnstein und Loiben.
© mauritius images | Manfred Kostner

Ein Jahr der Extreme: Die Sieger des Wachau DAC Cup

Wachau
Tasting

Der Klimawandel gab den Wachauer Weinbauern in diesem Jahr zahlreiche Nüsse zu knacken. Frost, Hagel, zuletzt Hochwasser und Dauerregen machten den Winzern das Leben schwer. Trotz der Schwierigkeiten hat die Wachau das Jahr aber bravourös gemeistert.

Das Jahr begann warm und mit schnellem Austrieb der Reben. Doch im April richteten Temperaturen bis zu -4°C vor allem auf der rechten Donau­seite der Wachau in Rossatz und Rührsdorf, aber auch im Spitzer Graben und in Weißen­kirchen große Frostschäden an, auch manche Toplage blieb nicht unberührt. Die sommerliche Hitze konnte durch die kühlende Wirkung des Waldviertels und den Donaustrom etwas gemildert werden, dennoch startete die Weinlese mit dem ­
3. September recht früh.

Mitte September sorgten tagelang anhaltender Regen und die Auswirkungen des Hochwassers für eine Woche Lesestopp. Kühlere Nächte brachten dann eine gute Aromenentwicklung, die Säurewerte blieben stabil, die Alkoholwerte fielen moderater aus als zunächst erwartet. Die Wachauer Ernte fiel insgesamt schließlich aufgrund extremer Wetterereignisse wie Frost, Hagel und Dauerregen um 20 Prozent kleiner aus als im Vorjahr, die Qualität entschädigt aber für die fehlende Menge.

134 Weine waren für den diesjährigen Wachau DAC Cup eingereicht, 105 davon tragen die Wachauer Markenbezeichnung Federspiel. 91 Muster waren Grüne Veltliner, 34 Rieslinge, der Rest kam aus der Gruppe Sortenvielfalt. Als Cup-Sieger der großen Veltliner-Gruppe wurde Thomas Schmelz aus Joching mit dem Wachau DAC Ried Klaus Federspiel 2024 im Stechen unter sieben, mit jeweils 93 Punkten bewerteten Weinen, ermittelt. Die Riesling-Kategorie geht an die Domäne Wachau für den Riesling Wachau DAC Ried Loiben­berg Federspiel 2024, ebenfalls mit 93 Punkten.

ZUM GESAMTEN TASTING

Top 3 – Riesling Wachau DAC Jahrgang 2024

Helles Gelbgrün, silberfarbene Reflexe. Frische gelbe Tropenfrucht, Nuancen von Ananas, Papaya, etwas Pfirsich, zart nach Blütenhonig und Mandarinenzesten. Saftig, elegant,...
Wachau, Österreich
Helles Goldgelb, silberfarbene Reflexe. Feine Nuancen nach gelbem Pfirsich, florale Noten, etwas Tropenfrucht, einladendes Bukett. Mittlerer Körper, Weingartenpfirsich, frischer...
Wachau, Österreich

Top 3 – Grüner Veltliner Wachau DAC Jahrgang 2004

Helles Grüngelb, silberfarbene Reflexe. Würzig-tabakig unterlegte gelbe Apfelfrucht, Nuancen von Orangenzesten und Mango, mineralischer Touch. Stoffig, elegant, weißes...
Wachau, Österreich
Helles Grüngelb, silberfarbene Reflexe. Honigmelone und frische Ringlotten, dezente Kräuterwürze, mineralisch unterlegt. Saftig, ausgewogen, feine gelbe Frucht am Gaumen,...
Wachau, Österreich
Helles Grüngelb, silberfarbene Reflexe. Attraktive gelbe Kernobstnuancen, Anklänge von Apfel und Mango, ein Hauch von Blütenhonig, feine Kräuterwürze ist unterlegt. Mittlere...
Wachau, Österreich

 

Sortenprofil


Grüner Veltliner 2024
Die Veltliner der Federspiel-Kategorie verfügen über eine gelbfruchtige Aromatik nach Mango und Apfel, die Säure ist gut pointiert, die Mineralität salzig. Die Auswahl an wohlbalancierten ­Sortenvertretern ist groß.

Riesling 2024
Der Jahrgang präsentiert sich in der ­Kategorie der mittelgewichtigen Sortenvertreter bereits zugänglich und leichtfüßig, verfügt über eine feine Frucht, die besten Exemplare besitzen dezenten Restzucker und balancierte Säure.

 

Weitere Rebsorten Wachau DAC Jahrgang 2024

Helles Grüngelb, silberfarbene Reflexe. Feine gelbe Birnenfrucht, Kräuter, ein Hauch von Blütenhonig und Mango, einladendes Bukett. Mittlerer Körper, weißer Apfel, frisch...
Wachau, Österreich
Helles Gelbgrün, silberfarbene Reflexe. Florale Nuancen nach Holunderblüten, Limetten, Anklänge von weißer Tropenfrucht, attraktives Bukett. Saftig, fruchtsüße Textur,...
Wachau, Österreich

Erschienen in
Falstaff Magazin Deutschland Nr. 3/2025

Zum Magazin

Peter Moser
Peter Moser
Chefredakteur Wein
Mehr zum Thema
1 / 12