Ein Jahr der Extreme: Die Sieger des Wachau DAC Cup
Der Klimawandel gab den Wachauer Weinbauern in diesem Jahr zahlreiche Nüsse zu knacken. Frost, Hagel, zuletzt Hochwasser und Dauerregen machten den Winzern das Leben schwer. Trotz der Schwierigkeiten hat die Wachau das Jahr aber bravourös gemeistert.
Das Jahr begann warm und mit schnellem Austrieb der Reben. Doch im April richteten Temperaturen bis zu -4°C vor allem auf der rechten Donauseite der Wachau in Rossatz und Rührsdorf, aber auch im Spitzer Graben und in Weißenkirchen große Frostschäden an, auch manche Toplage blieb nicht unberührt. Die sommerliche Hitze konnte durch die kühlende Wirkung des Waldviertels und den Donaustrom etwas gemildert werden, dennoch startete die Weinlese mit dem
3. September recht früh.
Mitte September sorgten tagelang anhaltender Regen und die Auswirkungen des Hochwassers für eine Woche Lesestopp. Kühlere Nächte brachten dann eine gute Aromenentwicklung, die Säurewerte blieben stabil, die Alkoholwerte fielen moderater aus als zunächst erwartet. Die Wachauer Ernte fiel insgesamt schließlich aufgrund extremer Wetterereignisse wie Frost, Hagel und Dauerregen um 20 Prozent kleiner aus als im Vorjahr, die Qualität entschädigt aber für die fehlende Menge.
134 Weine waren für den diesjährigen Wachau DAC Cup eingereicht, 105 davon tragen die Wachauer Markenbezeichnung Federspiel. 91 Muster waren Grüne Veltliner, 34 Rieslinge, der Rest kam aus der Gruppe Sortenvielfalt. Als Cup-Sieger der großen Veltliner-Gruppe wurde Thomas Schmelz aus Joching mit dem Wachau DAC Ried Klaus Federspiel 2024 im Stechen unter sieben, mit jeweils 93 Punkten bewerteten Weinen, ermittelt. Die Riesling-Kategorie geht an die Domäne Wachau für den Riesling Wachau DAC Ried Loibenberg Federspiel 2024, ebenfalls mit 93 Punkten.
Top 3 – Riesling Wachau DAC Jahrgang 2024
Top 3 – Grüner Veltliner Wachau DAC Jahrgang 2004
Sortenprofil
Grüner Veltliner 2024
Die Veltliner der Federspiel-Kategorie verfügen über eine gelbfruchtige Aromatik nach Mango und Apfel, die Säure ist gut pointiert, die Mineralität salzig. Die Auswahl an wohlbalancierten Sortenvertretern ist groß.
Riesling 2024
Der Jahrgang präsentiert sich in der Kategorie der mittelgewichtigen Sortenvertreter bereits zugänglich und leichtfüßig, verfügt über eine feine Frucht, die besten Exemplare besitzen dezenten Restzucker und balancierte Säure.