Domäne Wachau pflanzt 20 internationale Rebsorten in Versuchsweingarten
Assyrtiko, Albariño & Co: Um herauszufinden, welche Rebsorten in Zeiten des Klimawandels das Potenzial haben, langfristig im Wachauer Terroir zu bestehen, legte die Domäne Wachau einen Versuchsweingarten mit gebietsuntypischen Rebsorten an.
Die Domäne Wachau startete dieses Frühjahr ein visionäres Projekt: In einem biologisch bewirtschafteten Weingarten am Hochseiber in Weißenkirchen wurden zwanzig teils internationale Rebsorten ausgepflanzt. Auf bis zu 470 Meter Seehöhe, direkt am Waldesrand, wachsen nun Sorten wie Assyrtiko, Albariño, Grenache Blanc, Österreich weiß und Xarello.
Durch die in Österreich bisher eher untypischen Sorten, will die Domäne Wachau herauszufinden, welche Rebsorten – neben Grüner Veltliner und Riesling – zukünftig angesichts des Klimawandels im Wachauer Terroir bestehen können. Dabei soll kein Ersatz für die beiden Rebsorten gefunden werden. Es gehe mehr darum, die richtigen Schlüsse aus dem Verhalten der Rebsorten abzuleiten. So soll bespielsweise herausgefunden werden, wie die Rebsorte Albariño, die das kühle, feuchte Klima Galiziens gewohnt ist, auf die Bedingungen der Wachauer Steillagen reagiert.
Nachhaltig & Biologisch
Laut dem Team der Domäne Wachau rund um Kellermeister Heinz Frischengruber, soll der Versuchsweingarten in den nächsten Jahren wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die Rebsorten unter den realen Bedingungen entwickeln – vor allem im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen. Der Fokus liegt dabei klar auf der nachhaltigen und biologischen Bewirtschaftung.
Verdicchio, Macabeo & Xarello
Insgesamt sind folgende zwanzig Rebsorten in dem Versuchsweingarten gepflanzt: Albariño, Assyrtiko, Chenin Blanc, Clairette Blanche, Donauriesling, Gelber Furmint, Gelber Orleans, Grenache Blanc, Grüner Sylvaner, Grüner Veltliner, Macabeo, Marsanne, Österreich weiß, Roussanne, Savagnin Blanc, Souvignier Gris, Vermentino, Verdicchio, Weisser Heunisch und Xarello.