Eine Ode an die Wassermelone
Deine Existenz geht jedes Jahr für mehrere Monate vergessen. Doch sobald der Sommer ernst macht, bist du plötzlich überall. Im Kühlschrank, auf Picknickdecken, auf dem Grill, in Salatschüsseln. Warum wir dich, liebe Wassermelone, so sehr lieben.
Eigentlich klingt dein Name wenig verführerisch, die schlichte Fusion von Wasser und Melone. Normalerweise ist «wässrig» kein attraktives Attribut. Aber bei dir, liebe Wassermelone, machen wir eine Ausnahme. Denn an richtig heissen Sommertagen ist genau diese Saftigkeit dein grösstes Versprechen. Ein Biss genügt, und schon läuft uns dein roter Saft über die Finger, tropft an den Mundwinkeln hinunter. Du schmeckst nach Sommer, Ferien und Lebensfreude.
Pur bist du ein Klassiker, doch auch im Salat hast du dir neben Gurke, Feta und frischen Kräutern deinen Platz erobert – vor einigen Jahren warst du noch die kleine Exotin im Bunde, heute bist du schon eine vertraute Freundin. Als Sandwich zeigst du dich von deiner unkomplizierten Seite: zwei Scheiben Frucht, dazwischen Feta, etwas Minze, vielleicht ein paar Tropfen Olivenöl. Auch auf dem Grill machst du eine überraschend gute Figur. Kurz angeröstet und mit einer Prise Salz serviert, zeigst du deine geschmackliche Tiefe. Gefroren und püriert wirst du zur eiskalten Erfrischung für jene Nachmittage, an denen es selbst im Schatten zu warm ist. Wer möchte, gibt einen Schuss Wodka dazu und fertig ist ein unkomplizierter Sommer-Cocktail.
Oh Wassermelone, du schmeckst nicht nur nach Sommer, du bist eines seiner schönsten Zeichen. Vielleicht lieben wir dich deshalb so sehr. Weil du uns an jenen Tagen begleitest, an denen das Leben draussen stattfindet – und sich alles ein bisschen leichter anfühlt.
Wie Sie im Laden erkennen, ob eine Wassermelone reif ist, lesen Sie hier.