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»Grüs Gott«: KI-Fehler auf Münchner Frühlingsfest-Maßkrug sorgt für Diskussionen

München
Design
Frühling

Hat das nochmals ein Mensch überprüft? Diese Frage stellt man sich beim Maßkrug zum 60. Münchner Frühlingsfest nicht nur wegen des offensichtlichen Schreibfehlers.

Nachdem bereits Mitte Februar das offizielle Plakatmotiv des Oktoberfests 2026 für Diskussionen sorgte, weil Grafiker den Siegerentwurf für KI-generiert hielten, ist nun auch für Laien erkennbar: Beim Maßkrug des diesjährigen Frühlingsfests auf der Theresienwiese war künstliche Intelligenz mit am Werk. Das Ergebnis ist typisch KI: auf den ersten Blick charmant, auf den zweiten und dritten zunehmend schief – und auch sprachlich nicht ganz treffsicher.

Statt »Grüß Gott« steht auf dem Krug »Grüs Gott« – das »ß« fehlt. Eingebettet ist die fehlerhafte Begrüßung in ein Lebkuchenherz. Auch weitere Details wirken eher surreal: ein Riesenrad mit leichter Schlagseite, sowie ein Paar, bei dem die Frau gleich mehrere ineinander verschmolzene Maßkrüge in den Händen hält. Während das Design in sozialen Medien für Schmunzeln sorgt, etwa mit der Frage, ob eine KI betrunken sein kann, bleibt die Reaktion der Verantwortlichen gelassen.

Die Sprecherin der Münchner Schausteller Yvonne Heckl betont gegenüber der dpa, man habe den Entwurf trotz des auffälligen Fehlers bewusst gewählt. »Es gibt eine künstlerische Freiheit«, so ihre Haltung. Der Vorschlag einer Münchner Gestalterin habe sich in einem Wettbewerb gegen zahlreiche Einsendungen – darunter auch viele von Kindern – durchgesetzt.

Nicht für den Verkauf gedacht

Wichtig: Der KI-Krug ist kein offizielles Wiesn-Produkt. Anders als der traditionelle Maßkrug des Oktoberfests unterliegt er keinen strengen Gestaltungsregeln. Der Einsatz künstlicher Intelligenz war hier ausdrücklich erlaubt.

Von dem auffälligen Sammlerstück wurden rund 1.000 Exemplare produziert. Verkauft wird er allerdings nicht – die Krüge gehen ausschließlich als Geschenk an Helfer und Beteiligte des Festes. Das Münchner Frühlingsfest, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, läuft noch bis zum 10. Mai. Es gilt mit seinen zwei Bierzelten als »kleine Wiesn«.


Redaktion
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