La Grande Dame 2018 – Veuve-Clicquot-Weinmacherin Gaëlle Goossens im Falstaff-Talk
Das Champagnerhaus Veuve Clicquot präsentierte den neuen Jahrgang seiner Prestige-Cuvée La Grande Dame bei einem geschichtsträchtigen Dinner in Paris. Anlässlich der Lancierung sprach Falstaff mit der Weinmacherin Gaëlle Goossens über den Jahrgang 2018 und die besondere Geschichte dieses Weins.
Die Vorstellung des Veuve Clicquot La Grande Dame 2018 in Paris war ein Event der Superlative. Elf Köche mit insgesamt 18 Michelin-Sternen kreierten jeweils ein passendes Gericht zum neuen Jahrgang. Unter ihnen waren Drei-Sterne-Koch Enrico Crippa vom «Piazza Duomo» in Alba, Kanji Kobayashi aus Japan und Dario Cadonau vom Schweizer Hotel «In Lain Cadonau».
Die 100 geladenen Gäste in der Galerie de Minéralogie et de Géologie hatten ausreichend Gelegenheit, den Jahrgang der Prestige-Cuvée zu entdecken. Im Rahmen der Präsentation sprach Falstaff mit Gaëlle Goossens aus dem Winemaking-Team von Veuve Clicquot.
Falstaff: Sie präsentieren heute den neuen Jahrgang des La Grande Dame. Was zeichnet den Jahrgang 2018 aus?
Gaëlle Goossens: 2018 war ein aussergewöhnliches Jahr in der Champagne – und das für alle Rebsorten. Wir hatten sonniges Wetter während der Reifephase, aber die Böden blieben dank des Regens während der Vegetationsperiode kühl. Das ist entscheidend für die Frische in den fertigen Weinen. Der Vorgängerjahrgang 2015 war ebenfalls warm und sonnig, allerdings waren die Böden trocken und haben sich ebenfalls erwähnt. Der Jahrgang 2018 zeigt daher etwas mehr Finesse und Frische als 2015.
Wann haben Sie entschieden, dass 2018 ein Jahr für La Grande Dame wird?
Wir treffen diese Entscheidung nie direkt bei der Ernte. Ab Oktober beginnen wir, alle Weine zu verkosten und uns ein Bild zu machen. Im März oder April erstellen wir die finale Zusammensetzung für unsere Basis-Cuvée Yellow Label. Erst dann können wir definitiv entscheiden, ob wir La Grande Dame produzieren oder nicht. Es hängt auch davon ab, wie viel Reservewein wir im Keller haben – wir müssen uns La Grande Dame gewissermassen leisten können. Aktuell entscheiden wir gerade darüber, ob es aus dem Jahrgang 2024 eine La Grande Dame geben wird.
Wird diese Entscheidung im Team getroffen?
Wir haben natürlich Verkosterteams. Aber diese Entscheidung liegt letztlich bei unserem Kellermeister Didier Mariotti.
La Grande Dame ist ein Tribut an Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin, die Namensgeberin des Hauses. Wie inspiriert ihre Geschichte Ihre tägliche Arbeit?
Insbesondere dieser Wein ist ihr gewidmet. Ihr Qualitätsdenken begleitet uns täglich. Die Rezeptur des Yellow Labels basiert immer noch auf ihrer ursprünglichen Kreation.
Und was bedeutet das konkret für La Grande Dame?
Madame Clicquot war eine Liebhaberin von Pinot Noir und Burgunderweinen. Sie schätzte die Finesse und Präzision dieser Traubensorte – genau so interpretieren wir sie auch für La Grande Dame. Der Wein besteht zu 90 Prozent aus Pinot Noir und zu 10 Prozent aus Chardonnay. Er ist sehr pur, präzise und frisch. Es geht um die Textur des Pinot Noir und das Terroir. Madame Clicquot bleibt bis heute unsere Inspiration – Finesse vor Kraft.
Danke für das Gespräch, Gaëlle Goossens.